9. Februar 2017 | Parakanu

Saisonausblick 2017

Das Jahr Eins nach den ersten Parakanu-Wettkämpfen bei den Paralympischen Spielen in Rio bringt für die deutschen Parakanuten einigen Neuerungen.
Saisonausblick 2017
Bild: DBS

Inzwischen liegen die Paralympics in Rio gut fünf Monate zurück. Die beiden deutschen Medaillengewinner Edina Müller und Tom Kierey und die gesamte Parakanu-Nationalmannschaft standen im Rampenlicht und konnten die Spiele in Brasilien und eine zuvor aufregende Paddelsaison genießen. Das Ressort Parakanu war in den vergangenen Monaten aktiv, um die Entwicklung der noch jungen Sportart weiter voranzutreiben. Dabei wurden folgende Neuerungen u.a. auf der Ressorttagung beschlossen:

Deutschland-Cup

Die wichtigste Neuerung ist die Einführung des Deutschland-Cups. Dazu gehören drei Regatten. Für 2017 wurden folgende Veranstaltungen ausgewählt:

2. Nationale Qualifikation am 6.5. in Brandenburg, Ostdeutsche Meisterschaften am 24.6. in Brandenburg und Deutsche Meisterschaften am 2.9. in München.

Der Wertungsmodus dazu wird noch veröffentlicht. Die Sieger werden nach den abschließenden Wettkämpfen bei den Deutschen Meisterschaften in München geehrt.

Mit dieser Cup-Serie sollen nationale Regatten für Parakanuten attraktiver werden. Denn über Wettkampferfahrung bei stark besetzten nationalen Rennen bereiten sich die Sportler am besten für internationale Veranstaltungen vor. Es gibt in der Zwischenzeit eine Reihe von Regatta-Veranstaltern, die Parakanu Rennen im Programm haben, und diese Initiativen sollen langfristig gestärkt werden.

Mix-Zweier bei den Deutschen Meisterschaften

Zur Deutschen Meisterschaft in München wird erstmals ein Mix-Zweier als Rahmenrennen ausgeschrieben. Dabei sitzen Körper-behinderte und nicht-behinderte Sportler gemeinsam im Boot. Die Art der Körperbehinderung wird nicht durch die ICF-Klassifizierungskriterien eingeschränkt. Diese Zweier-Rennen werden bereits regional und auch international mit großem Erfolg ausgetragen. Damit soll die Teilhabe möglichst vieler behinderter Menschen an Kanuwettkämpfen vorangetrieben werden. Genauere Informationen zu diesem Rennen werden mit der Ausschreibung veröffentlicht.
Der Mix-Zweier wird auch schon bei den Ostdeutschen Meisterschaften in Brandenburg als Rahmenrennen ins Programm genommen.

Welt- und Europameisterschaften

Bei den 2017 anstehenden internationalen Wettkämpfen will die deutsche Parakanu-Nationalmannschaft wieder stark aufgestellt sein. Das Weltcup-Rennen in Szeged, Ungarn, vom 23.-28.Mai macht den Auftakt. Vom 11.-16-Juli finden die Europameisterschaften in Plovdiv, Bulgarien, statt. Für den Saisonhöhepunkt, die Weltmeisterschaften, wurde von der ICF die Strecke in Racice, Cz., ausgewählt. Die Rennen finden vom 21.-27.August statt. Die beiden nationalen Qualifikationen zur Nationalmannschaft werden zusammen mit denen der Rennsport Nationalmannschaft in Brandenburg am 22.April und am 13.Mai ausgetragen. Seit dieser Saison ist das Team Kunststoff auch Sponsor der Parakanu-Nationalmannschaft.

Neue Klassifizierungsregeln für V1?

Zu den im letzten Jahr durchgeführten Studien für neue Klassifizierungskriterien für V1 liegen Ergebnisse vor. Diese werden zur Zeit von den Studienleiterinnen Anna Bjerkefors und Johanna Rosen als Klassifizierungs -Regeln formuliert. Dann müssen diese vom Internationalen Paralympischen Komitee(IPC) genehmigt werden. Erst damit ist ein wichtiger Schritt dahin geschafft, dass diese Bootsklasse 2020 in Tokio paralympisch werden kann. Bis zu dieser Genehmigung und deren Veröffentlichung wird im V1 Bereich noch nach dem bisherigen System klassifiziert. Nationale Klassifizierungen für Kajak und V1 finden in Oberhausen, Hof und Hamburg statt.
Natürlich werden 2017  wieder viele regionale Regatten stattfinden, bei denen Parakanuten an den Start gehen. Das reicht vom Saisonauftakt in bis hin zur Internationalen Sprintregatta in Hof.

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