16. März 2016 | Gewässer

ES REICHT! Paddeln auf der Nidda soll wieder durchgängig möglich sein

Der Deutsche Kanu-Verband startet Crowdfunding Aktion für das durchgängige "Paddeln auf der Nidda".
ES REICHT! Paddeln auf der Nidda soll wieder durchgängig möglich sein

Mit einer ungewöhnlichen Aktion unterstützt der Deutsche Kanu-Verband den Hessischen Kanu-Verband, um "Paddeln auf der Nidda" wieder zu ermöglichen. Dazu startete am 15. März eine Crowdfunding-Aktion mit dem Ziel, einen Teil der Prozeßkosten über kleine Geldbeiträge vieler Kanutinnen und Kanuten zu erhalten. Dazu wurde jetzt auf der Internetplattform „VisionBakery“ das Projekt „ Paddeln auf der Nidda – Für eine durchgängige Befahrung“ gestartet. Das Projekt ist aber nur dann erfolgreich, wenn bis zum 09.05.2016 / 15:11:31 MEZ mindestens 5.595,00 € eingegangen sind.

Mit nur zwei Worten fasst Petra Schellhorn, DKV-Ressortleiterin Umwelt und Gewässer im DKV, gleichzeitig aber auch Vizepräsidentin Freizeitsport im Hessischen Kanu-Verband die Gemütslage vieler Kanutinnen und Kanuten zusammen: „ES REICHT!“ Gemeint ist die rasant ansteigende Zunahme von Befahrungsregelungen aus Naturschutzgründen. Aktuell gibt es davon in Deutschland 907 – Tendenz steigend. „Kanuten sind Partner des Naturschutzes; sie setzen sich selbst aktiv für Schutz und Erhalt möglichst naturnaher Gewässer ein.“ erklärt Petra Schellhorn. Völlig unverständlich ist für sie aber auch, dass Renaturierungsmaßnahmen zu Befahrungsverboten führen, obwohl es andere Möglichkeiten gibt und das Bundesnaturschutzgesetz auch die Erholung – und dazu zählt der Natursport – als Ziel aufzählt.

Am Beispiel der Nidda will jetzt der DKV auf die Situation aufmerksam machen und den Hessischen Kanu-Verband bei seiner Normenkontrollklage gegen ein Befahrungsverbot unterstützen. Hierzu hat er ein Crowdfunding-Projekt gestartet. Auf der Internetplattform „VisionBakery“ können alle Kanutinnen und Kanuten – egal ob im DKV organisiert oder nicht – mit einem kleinen oder großen Geldbetrag diese Klage unterstützen. Je nach Höhe des Betrages bietet der DKV den Unterstützern Gegenleistungen: von der namentlichen Nennung auf der Aktionsseite, über Aufkleber bis hin zu einem Poloshirt verbunden mit einem Dankschreiben des DKV-Präsidenten.

Petra Schellhorn bedauert, dass es zu dieser Klage gekommen ist: „Es ist doch völlig paradox: da muss erst eine Klage eingereicht werden, damit auch die Erholung, die ja ebenfalls im Bundesnaturschutzgesetz verankert ist, ermöglicht wird, obwohl es andere Lösungen gab!“ Sie würde Zeit und Aufwand für diese Klage - aber auch die Beitragsmittel der DKV-Mitglieder - viel lieber gemeinsam mit Naturschutzvertretern für die Umweltbildung im Verband und zur Unterstützung gemeinsamer Projekte einsetzen.

Crowdfunding ist das Sammeln vieler (kleiner) Geldbeträge aus der Internet-Community für ein spezielles Vorhaben. Das gesammelte Geld wird erst ausgezahlt, wenn ein Projekt erfolgreich ist. Der Versuch kostet nichts. Wenn das Finanzierungsziel eines Projektes nicht erreicht wird, erhalten alle Unterstützer ihr Geld zurück und es entstehen keine Kosten.

Wer den DKV hier unterstützen möchte, kann sich unter http://www.visionbakery.com/paddeln-auf-der-nidda am Projekt beteiligen.

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