Leipziger Stadtfahrt

Per Paddelboot durch das ehemalige Reich der Bergbau-Giganten
Auf dem Störmthaler See, im Hintergrund das Kunstobjekt VINETA, © F. Bruder

Großstädtisches Flair, faszinierende Einblicke in die Industrie- bzw. insbesondere Bergbaugeschichte, eine bezaubernde Natur und das facettenreiche Angebot einer attraktiven Freizeitregion – all dies vereint die Leipziger Stadtfahrt mit ihrer jährlich variierenden Streckenführung. Sie ist damit wohl einzigartig unter den Erlebnisfahrten in Deutschland. In diesem Jahr führt die 12. Auflage am 13./14. Mai einmal mehr ins Neuseenland im Süden Leipzigs sowie auf die innerstädtischen Flussabschnitte und Kanäle.

Am Samstag beginnt die Fahrt auf dem Störmthaler See in der Gemeinde Großpösna. Das sieben Quadratkilometer große Wassersportparadies entstand durch Flutung eines ehemaligen Braunkohletagebaus und wurde vor drei Jahren zur öffentlichen Nutzung freigegeben. In unmittelbarer Nähe der Verbindung zum Markkleeberger See vermittelt heute der Bergbau-Technik-Park mit seinen imposanten Riesenbaggern und Förderanlagen einen anschaulichen Eindruck von der Braunkohleförderung zu DDR-Zeiten und vom Wandel hin zu einem vielbesuchten Freizeit- und Erholungsgebiet.

Vom „Alten Aussichtspunkt“ südlich von Störmthal paddeln die Teilnehmer der Stadtfahrt vorbei am Hafen und dem Ferienresort Lagovida zum über eine Schleuse in den Markkleeberger See führenden Verbindungskanal. Zuvor passieren die Paddler noch das einzigartige Kunstobjekt VINETA. Das schwimmende, der ehemaligen Magdeborner Kirche nachempfundene Gebäude erinnert heute als künstlerisches Mahnmal an all jene Orte, die seinerzeit dem Tagebau weichen mussten. Nachdem der Markkleeberger See durchpaddelt ist, werden die Boote vom Nordufer per Bootswagen 1,4 Kilometer über Land zum AGRA-Wehr an der Pleiße transportiert. Vor dort geht es dann über ca. 10 Kilometer durch das Elsterflutbett und auf der Weißen Elster bis zum Bootshaus in der Nonnenstraße, wo nach insgesamt ca. 21 Paddelkilometern bereits Kaffee und Kuchen auf die Teilnehmer warten. Im Anschluss an das Rückholen der Autos klingt der Tag am Abend mit einem geselligen Beisammensein mit Lagerfeuer und Grillen aus.

Am Sonntag steht dann die 8,5 Kilometer lange Stadtrunde mit ihren bezaubernden Seitenkanälen (ca. 3 km) auf dem Programm – gepaddelt wird auf der Weißen Elster, der Kleinen Luppe, im Elstermühlgraben bis zum Leipziger Stadthafen und im Elsterflutbett. Nach dem Mittagessen wird noch ein Ökokurs angeboten, alternativ besteht die Möglichkeit, eine acht Kilometer lange Paddeltour auf dem Karl-Heine-Kanal zu unternehmen. Mit Kaffee und Kuchen am Bootshaus des Kanu- und Freizeitzentrums Leipzig Süd West geht die Leipziger Stadtfahrt 2017 dann zu Ende.

Info: http://www.kanu-sachsen.de/wp-content/uploads/2016/06/stadtfahrt17.pdf

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