11. Leipziger Stadtfahrt

Paddeln inmitten Großstadtflair und Naturidylle
© C. Bloy, Kanu-Nonne
Dass eine Paddeltour mitten zwischen den Häusern einer pulsierenden Großstadt beginnt und wenige Kilometer später bereits durch ein idyllisches Naturparadies führt, das gibt es nicht überall. Die Leipziger Stadtfahrt mit ihrer von Jahr zu Jahr variierenden Streckenführung ist dafür bekannt und längst auch überaus beliebt. In diesem Jahr führt die 11. Auflage (16./17. April) über die Cospudener Runde bis in den Cospudener See. Vom Bootshaus des Kanu- und Freizeitzentrums Leipzig Südwest in der Nonnenstraße geht es zunächst die Weiße Elster stromab zum Palmengartenwehr und von da ab gegen leichte Strömung im Elsterflutbett vorbei an der Pferderennbahn Scheibenholz bis zur Connewitzer Schleuse, wo die Teilnehmer entweder schleusen oder auch umtragen können. Die Tour führt weiter die Pleiße stromauf durch einen märchenhaften Auenwald, der zu Recht den Namen trägt: Naturschutzgebiet Elster- und Pleiße-Auenwald. Von dort aus geht es nach kurzer Distanz rechts in das nächste Natureldorado hinein, den Floßgraben. Er muss während der Stadtfahrt nach den geltenden Befahrungsregelungen zwischen 11 und 13 Uhr durchpaddelt werden, nicht viel Zeit also, um die Natur zu genießen. Neben dem Eisvogel, der am Ufer brütet, tummeln sich im Floßgraben reichlich Fische, von Rotfedern und Schleien bis hin zu Karpfen, Hechten und auch Welsen. Wo der Floßgraben den Landschaftspark Cospuden erreicht, zweigt rechts der Verbindungsgraben zum Cospudener See ab, durchquert zunächst den kleinen Lauersee und erreicht schließlich die Schleuse Cospuden, wo ebenfalls geschleust oder auch umtragen werden kann. Von der Schleuse schweift der Blick über den 400 ha großen Cospudener See, der als Modellprojekt für die Möglichkeiten zur Gestaltung einer Bergbaufolgelandschaft gilt und zu einem Publikumsmagneten des Leipziger Neuseenlandes geworden ist. Jährlich zieht der See mit Sachsens längstem Sandstrand über 600.000 Besucher an. Die 11. Leipziger Stadtfahrt durchquert den See hin zum westlichen Ufer, von wo es per Landtransport mit dem eigenen Bootswagen über ca. einem Kilometer zur Weißen Elster geht. Auf der führt die insgesamt 20 Kilometer lange Tour dann unterbrochen durch ein zu umtragendes Wehr mit der Strömung zurück zum Bootshaus. Am Ziel warten schon Kaffee und Kuchenbuffet auf die Paddler, bevor dann am Abend der Tag mit einem gemütlichen Beisammensein mit Grillabend, Lagerfeuer und Bier vom Fass ausklingt.
© www.kanu-nonne-leipzig.de

Der Sonntagvormittag hält für Interessenten einen Ökologiekurs bereit, wer daran nicht teilnimmt, hat Gelegenheit zu individuellen Paddeltouren. Nach dem Mittagessen steht die Stadtrunde mit Stichfahrten in die bezaubernden Seitenkanäle auf dem Programm – gepaddelt wird auf der Weißen Elster, der Kleinen Luppe, im Elstermühlgraben bis zum Leipziger Stadthafen, im Elsterflutbett und optional auf dem Karl-Heine-Kanal bis zum Lindenauer Hafen. Bei den Touren an beiden Tagen lernen die Teilnehmer eine Facette Leipzigs kennen, die man nicht unbedingt vermuten würde: Leipzig blickt auf eine 150-jährige Tradition als „Wasserstadt“ zurück und weist immerhin mehr Brücken auf als Venedig!

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