Agnes Bernauer-Gedächtnisfahrt

Unterwegs auf der Donau
Herbstliche Referenz an eine tragische Geliebte
© H. Herden/KC Donauwörth
Die Donau inmitten der Kulisse des Herbstwaldes in seiner schönsten Farbenpracht erleben alljährlich über 100 Paddler bei der Agnes Bernauer-Gedächtnisfahrt. In diesem Jahr (12.11.) nehmen die Kanuten aus Bayern und weiteren Bundesländern die Traditionsfahrt bereits zum 32. Mal in Angriff und erinnern damit an das traurige Schicksal der „schönen Bernauerin“ und Geliebten des bayerischen Herzogs Albrecht III. Die Baderstochter aus Vohburg wurde am 12. Oktober 1435 auf Veranlassung des Herzogs Ernst von Bayer, Vater von Albrecht III., bei Straubing in der Donau ertränkt. Erich Köhler, ehemals Gastwirt in Vohburg und passionierter Paddler, rief 1985 die 28 Kilometer lange Gedächtnisfahrt von Vohburg nach Kehlheim ins Leben. Sie gilt heute trotz des späten Termins im November als eine der bestbesuchten Kanusport-Gemeinschaftsveranstaltungen im süddeutschen Raum.
© H. Herden/KC Donauwörth

Gepaddelt wird – nach einem herzhaften Weißwurstfrühstück im Gasthof zur Sonne – zunächst von Vohburg bis zum Kloster Weltenburg, wo bei einer Rast in der Klosterschänke Kaffee und Kuchen auf die Teilnehmer warten. Auf den restlichen reichlich sechs Kilometern begleiten erst die steilen, zerklüfteten Felswände des Donaudurchbruches die Paddler, bevor dann die hoch auf einem Felsen gelegene Befreiungshalle den nahen Zielort Kehlheim ankündigt. Zu einer Jahreszeit, in der der Schiffsverkehr für gewöhnlich längst ruht, bleibt auf einer der schönsten Strecken, die die Donau zu bieten hat,als einziges dominierendes Geräusch das einprägsame gleichmäßige Plätschern des Wassers bei jedem Paddelschlag in Erinnerung.

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