Internationale Spreewaldfahrt

Unterwegs in der Spreewald-Region
Mit Durchblick durch das Labyrinth der Fließe
Start der Internationalen Spreewaldfahrt am Großen Spreewehr in Cottbus

Pure Natur verbunden mit einem kanutouristischen Wettstreit, der in dieser Form einmalig sein dürfte, hält die alljährlich im Oktober stattfindende Internationale Spreewaldfahrt (2016 vom 1.-3. Oktober) bereit. Bei dem vor allem bei Jugendlichen sehr beliebten Orientierungswettkampf geht es darum, mit Hilfe einer Spreewaldkarte in möglichst kurzer Zeit eine bestimmte Anzahl von Kontrollpunkten im Labyrinth der über 300 Kanäle und Fließe in den Auen des UNESCO-Biosphärenreservates zu passieren – eine durchaus anspruchsvolle Angelegenheit. Die zumeist an Biegungen, Brücken oder Orten interessanten Freizeitvergnügens wie beim Irrgarten oder am Barfußpark in Burg durch rot-weiße Hütchen markierten Kontrollpunkte zu finden, verlangt von den Paddlern aufmerksames Wählen der jeweiligen Fahrtroute. So mancher Teilnehmer hat sich dabei auch schon mal verfahren bzw. nicht beim ersten Anlauf den richtigen Weg zu dem einen oder anderen Punkt gefunden.

Besonderer Beliebtheit erfreut sich auf dem von Jahr zu Jahr variierenden Kurs der „Gurken-Kontrollpunkt“. Hier erhält  jeder Sportler eine Tüte Spreewaldgurken überreicht.

Und wieder ist ein Kontrollpunkt während der Orientierungsfahrt gefunden

An der seit 1977 vom ESV Lok RAW Cottbus organisierten Tour nahmen in den letzten Jahren zwischen 100 und 150 Paddler teil. Zuletzt waren bei der 44. Internationalen Spreewaldfahrt 120 Sportler aus 23 Vereinen in Deutschland sowie aus Ungarn mit von der Partie, rund ein Viertel der Teilnehmer war jünger als 18 Jahre. Trotz des Wettkampfcharakters der Orientierungsfahrt mit Streckenlängen zwischen 15 und 20 Kilometern steht das Kennenlernen des Spreewaldes im Vordergrund. Bei einem Kanutenball in der Gaststätte "Deutsches Haus" in Burg werden dann am Abend die Sieger geehrt. Für die beste Vereinsmannschaft gibt es dabei neben einem Wanderpokal zusätzlich noch ein Fass Spreewaldgurken.

Den Abschluss der Internationalen Spreewaldfahrt bildet am nächsten Tag eine rund 20 Kilometer lange geführte Wasserwanderung durch den Oberspreewald mit Start und Ziel in Burg.

Seit 2002 können übrigens interessierte Paddler zwischen April und Oktober die schönsten und beschaulichsten Plätze der einzigartigen Spreewaldlandschaft auch außerhalb der Gemeinschaftsfahrt individuell und ohne Termin- bzw. Zeitkorsett mit dem Kanu erkunden und sich dabei das begehrte Spreewaldabzeichen verdienen. Die Cottbuser Kanuten haben dafür eine Route mit insgesamt 16 Kontrollpunkten quer durch den Spreewald zusammengestellt. Sie führt die Wasserwanderer sowohl durch die stille, scheinbar unberührte Natur des Biosphärenreservates als auch zu gemütlichen Gasthäusern, interessanten Sehenswürdigkeiten und sehenswerten Museen wie dem Freilandmuseum Lehde, dem Schloß in Lübbenau oder dem Bauernmuseum Schlepzig. Als Lohn winkt – neben unvergesslichen Eindrücken vom Spreewald – am Ende das goldene, silberne oder bronzene Spreewaldabzeichen, je nachdem ob 15, 10 oder 5 Kontrollstellen passiert wurden. Außerdem gibt es für jeden eine persönliche Urkunde.

Interesse am Spreewaldabzeichen bekundete in diesem Jahr auch der ARD-Spartensender Kinderkanal (KIKA). Im August wurde von der Fernsehanstalt ein 10minütiger Film über das Spreewaldabzeichen gedreht, der am 27. September 2016 um 20 Uhr gesendet werden soll.

Weitere Details: www.kanu-cottbus.de

Fotos: Axel Schönau/SV Jenapharm

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