Bodensee-Kanu-Marathon

Ungebrochener Boom beim Marathon-Highlight auf dem Schwäbischen Meer
© Petra Hassler-Mattes

Ein hochkarätiges Kanu-Fest mit internationalem Flair vor der Kulisse des Alpenvorlandes – als solches hat der Bodensee-Kanu-Marathon mittlerweile Kultstatus erlangt. Das zeigt sich z. B. auch im Run auf die eigens für dieses Event kreierten T-Shirts. Bis zu tausend Kilometer Anfahrtsweg nehmen manche Teilnehmer auf sich, um bei der spektakulären Herausforderung dabei zu sein. Auch in diesem Jahr erwarten die Organisatoren vom Bodensee-Kanu-Ring zur 22. Ausgabe des Marathons am 11. Juni ähnlich wie in den Vorjahren wieder weit über 200 Kanuten aus Deutschland und weiteren Ländern. Im Vorjahr war mit 272 Sportlern in 238 Booten ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt worden, die Teilnehmer kamen aus acht Nationen. Seine Premiere erlebte der Wettkampf 1982 zum 50. Geburtstag des Kanu-Clubs Konstanz, seit 2010 findet er jährlich statt und hat seinen festen Platz im jährlichen Programm der ambitionierten Kanu-Breitensportveranstaltungen.

Sowohl der Marathon über 42 km als auch der Halbmarathon über 21 km führen durch den landschaftlich schönsten Teil des Bodensees, den vor Wind und Wellen weitgehend geschützten Untersee. Vom Start in Iznang geht es rund um die Insel Reichenau, vorbei an den Naturschutzgebieten Mettnau und Wollmatinger Ried, die 42 km-Distanz schlägt zudem noch einen Bogen entlang des Schweizer Ufers bis zum Wende- und Verpflegungspunkt in Öhningen. Auch wenn sich der Untersee zumeist mit weit weniger Wind und Wellen präsentiert als der übrige Bodensee, so werden der Windeinfluss und die daraus resultierenden oft sehr kabbeligen Wellen hin und wieder von den Teilnehmern unterschätzt. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre haben die Organisatoren einige Regularien verändert, um die Sicherheit der Paddler insbesondere bei der Seequerung zu erhöhen, aber auch um die Erfordernisse des Naturschutzes im Bereich Hornspitze zu wahren.

Im Teilnehmerfeld finden sich die unterschiedlichsten Boote – vom Einer- und Zweierkajak über Outrigger und Surfski bis hin zu Booten in einer offenen Wertungsklasse. Seit 2014 sind auch SUP´ler dabei, im vergangenen Jahr absolvierte eine Schweizerin die gesamte Distanz über 42 km in knapp sechs Stunden auf dem SUP-Board. Die meisten Teilnehmer starten gewöhnlich im K1 der Herren auf der Halbmarathon-Distanz, gefolgt von den Marathon-Startern im K1 der Herren.

Auch wenn der sportliche Ehrgeiz der meisten Teilnehmer unverkennbar ist, so bleibt das Event doch auch ein Fest für Jung und Alt, für Leistungssportler und Wanderpaddler gleichermaßen, mit viel Gelegenheit sich sportlich zu messen, aber auch gegenseitig auszutauschen und den Kanusport zu genießen. Dazu trägt auch das Rahmenprogramm auf dem Clubgelände des gastgebenden Vereins Kanu-Club Singen mit vielen Kanu-Herstellern und -Händlern bei, die neuestes Material und Equipment vorstellen und zum Testen anbieten. Somit kommen auch all jene auf ihre Kosten, die bisher noch nicht zu den ambitionierten Marathon-Freizeitsportlern gehören.

Weitere Infos: http://bodensee-kanu-marathon.com/

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