Sicherheit

Kanufahren mit der Familie soll sicher sein und allen Familienmitgliedern Spaß machen!

 

Sicherheit wird erreicht durch:

-       eine gute Ausbildung in Bezug auf Paddel- und Sicherheitstechniken

-       Erfahrung, Paddeln erlernt man vor allem beim Paddeln

-       Adäquate Ausrüstung

-       Umsichtige Tourenplanung und Vorbereitung im Vorfeld

-       Ein selbstkritischer Abgleich der eigenen Fähigkeiten, bzw. den Fähigkeiten der Gruppe mit den Ansprüchen der geplanten Tour.


Sicherheitsausrüstung

Sicherheit lässt sich nicht einkaufen – auch wenn uns der Ausrüstungshandel dies immer wieder glauben lässt. Die Sicherheitsausrüstung gibt es speziell für die einzelnen Bereiche wie Wildwasser oder Küste.

Jedes Teil einer Sicherheitsausrüstung ist aber nur so gut und hilfreich wie das Wissen und Können im Umgang damit. Daher an dieser Stelle der Apell: Setzen Sie sich als (zukünftige) Paddler in entsprechenden Kursen zur Sicherheit mit dem Thema auseinander. Solche Kurse machen durchaus auch Spaß und es gibt Sie auch im „Familienformat“. Siehe auch http://www.kanu.de/home/service/dates.xhtml

 

Über die diversen Gegenstände, die der Sicherheit des Paddlers dienen wird auf die Schwimmweste explizit verwiesen. Über die weitere Ausrüstung wie Kopfbedeckung, Kälteschutz usw. wird auf der Seite Material gesondert eingegangen.

 

Schwimmweste

Was für uns Erwachsene selbstverständlich sein sollte, ist für Kinder ein absolutes Muss:
Nie aufs Wasser ohne passende Schwimmweste !

Hier sei auch auf die Vorbildfunktion von Erwachsenen hingewiesen: Erziehen bedeutet vorleben!

Bei den üblicherweise im Kanusport getragenen Schwimmwesten handelt es sich um Schwimmhilfen, nicht um Rettungswesten. Es geht beim tragen solcher Westen primär auch nicht nur darum den unfreiwilligen Schwimmer vor dem Ertrinken zu retten. Sie unterstützen vielmehr den gekenterten dabei sich über Wasser zu halten und dabei aktiv zu agieren. So Beispielsweise dabei ein Boot auf offenem Wasser zu entleeren und wieder zu besteigen.

Agieren und Handeln ist natürlich auch gefragt bei einer Kenterung mit Kindern an Bord !

Beim Schwimmen im Wildwasser ermöglicht der Auftrieb der Weste ebenso das Agieren, Handeln, vor allem aber den angepassten Schwimmstil im schnell bewegten Wasser: Sitzhaltung, Beine als „Stoßdämpfer“ voraus.

Im Falle einer eigenen Handlungsunfähigkeit, Einschränkung oder Erschöpfung kann sie natürlich auch vor dem Ertrinken bewahren.

Eine gut passende Schwimmweste für den Paddler ist bequem, behindert beim Paddeln nicht, ist ein guter Kälteschutz und im Wildwasser auch ein gutes Prallpolster und bietet zudem Platz für Kleinigkeiten wie Müsliriegel, Kamera, Handy oder die obligaten zwei Euro für die Eisdiele. Ein kleines, wichtiges Ausstattungsdetail ist eine Signalpfeife an der Weste. Damit lässt sich im Notfall viel deutlicher Signal geben als dies durch rufen möglich ist. Fehlt die Pfeife lässt sie sich leicht nachrüsten.

Eine Schwimmweste muss dem Paddler so sitzen, dass sie diesem nicht über den Kopf gezogen werden kann. Bei Kindern ist ein solcher Sitz trotz passender Weste oft nicht gegeben. Dann ist unbedingt eine Weste mit Schrittgurt zu wählen. 

Auch Nichtschwimmer können aufs Wasser.

Die Schwimmweste muss wenn keine ausreichende Schwimmfähigkeit vorhanden ist – eine ohnmachtssichere Rettungsweste mit Schrittgurt sein. Die übliche Schwimmhilfe ist erst für Kinder und Jugendliche, die sehr gut schwimmen können zu empfehlen.

 

Kenterungen beim Kanufahren

Beim Kanusport kann es immer mal zu einer Kenterung kommen. Deshalb muss jede/r Paddler/in darauf vorbereitet sein, vor allem wenn man zum ersten Mal in einem Kanu mit geschlossener Spritzdecke unterwegs ist.

Bevor es mit Spritzdecke auf den See oder Fluss geht, muss deshalb der Ausstieg in einer ruhigen Übungssituation gelernt werden. Dabei steht der Abbau von eventuellen Ängsten im Vordergrund.

Kommt es dann auf einem Fließgewässer wirklich zu einer Kenterung, so ist man ruhiger und handelt besonnener. Kindern und Anfängern muss immer der Ratschlag erteilt werden, nach einer Kenterung im schnell fließenden Wasser: Weg vom Boot! Dadurch wird das Risiko unters Boot zu geraten oder gar zwischen Kanu und Hindernis verklemmt zu werden minimiert.

Um das Material kümmern sich dann nach der Personenrettung die erfahrenen Paddler/innen, denen man sich als Anfänger/in anvertraut hat.

Das Schwimmen im schnell bewegten Wasser erfolgt immer mit Blick in Fließrichtung und Beine voraus.

Niemals in der Stromschnelle aufstehen wollen! Die Gefahr sich mit den Füßen am Boden zu verklemmen und unter Wasser gedrückt zu werden ist riesig und das Bemühen auf Grund der Strömung sowieso vergebens.

Stattdessen mit der Strömung mitschwimmen – vielleicht steht ja ein Helfer mit dem Wurfsack bereit? - und erst im ruhigen Wasser in die normaler Schwimmlage übergehen und schnellst möglich zum Ufer schwimmen.

Draußen auf einem See und in ruhigem Wasser gelten andere Gesetze. Hier bietet das Boot ein wenig Halt und man ist immer in der Nähe und kann sofort einsteigen, nach dem die Helfer/innen das Kanu wieder geleert und umgedreht haben.

 

PARTNER
 
KANU-SPORT