Regeln

Ausrüstung - Kanupoloboote /Paddel/ Helme/ Westen /Bälle

Kanupolo wird mit genormten Kajaks gespielt, die max. 3 Meter lang sein dürfen und min. 7 Kilogramm schwer sein müssen. Innerhalb der Vorgaben haben die Bootshersteller verschiedene Boote bzw. Bootsformen entwickelt. Je nach Spielertyp sowie Größe und Gewicht des Spielers  variieren die Kanupoloboote in Form und Volumen.

Zur Fortbewegung der Boote kommt ein Doppelpaddel zum Einsatz, mit dem auch schnelle Wendemanöver ausgeführt werden können. Auch hier gibt es verschiedene Ausführungen was die Länge des Paddels und die Größe und Form der beiden Paddelflächen betrifft.

Helme und Westen dienen im Wesentlichen dem Schutz der Spieler, denn auch wenn es nicht gewollt und auch nicht erlaubt ist, kann es schon vorkommen, dass Paddel oder gegnerisches Boot den Körper berühren.    

Gespielt wird mit Wasserbällen, die je nach Spielklasse variieren. Im Frauen- und Jugendbereich wird mit etwas kleineren Bällen gespielt. Die Bälle werden hauptsächlich mit den Händen gepasst bzw. geworfen. Möglich ist es aber auch, den Ball mit dem Paddel zu spielen. Der Ball darf allerdings nicht länger als fünf Sekunden festgehalten werden. Innerhalb dieser Zeit muss er entweder zu einem Mitspieler gepasst, 1 m weit gespielt oder ins Tor geworfen werden (s. auch Unerlaubter Ballbesitz).

Spielfeld
Das rechteckige Spielfeld ist 23 m breit und 35 m lang. Gespielt wird  auf stehenden Gewässern,  d. h. als Wasserfläche kommen Seen, sehr langsam fließende Flüsse, Hallen- oder Freibäder in Frage. An den kurzen Seiten des Feldes befinden sich die Tore. Sie haben eine Größe von 1 x 1,5 m und sind so angebracht, dass sich die untere Torlatte 2 m über der Wasseroberfläche befindet. Auf diese Weise kann der Torwart das Tor mit einem Paddel verteidigen.
Schiedsrichter
Das Spielgeschehen wird von zwei Schiedsrichtern beobachtet, die an den Seitenlinien des Spielfeldes agieren. Sie ahnden Spielverstöße mit einem Pfiff und zeigen die Spielrichtung sowie die Art des Verstoßes mit speziellen Handzeichen an. Zusätzlich werden für die Spielleitung noch 2 Torlinienrichter, positioniert an den Tor-Aus-Linien, benötigt. Sie zeigen beispielsweise an, wenn der Ball ins Aus fliegt. Vervollständigt wird die Spielleitung durch einen Protokollführer und durch Zeitnehmer.
Mannschaft
Eine Mannschaft kann aus bis zu acht Spielern bestehen. Allerdings ist es nur jeweils fünf Spielern erlaubt, gleichzeitig auf dem Spielfeld zu sein. Die maximal drei Auswechselspieler befinden sich in der Auswechselzone. Sie grenzt unmittelbar hinter der Torauslinie an das Spielfeld. Die Auswechselspieler dürfen zu jeder Zeit des Spiels eingewechselt werden (sog. fliegender Wechsel). Als Torwart gilt derjenige Spieler, der am direktesten unter dem zu verteidigenden Tor liegt. Ein Torwart darf nicht von einem gegnerischen Spieler attackiert werden, z.B. aus dem Tor raugeschoben werden. Im Spielverlauf kann jeder Spieler die Position des Torwartes einnehmen. Es wird mit fliegendem Torwart gespielt.
Spielzeit
Die Spielzeit beträgt 2 x 10 Minuten mit einer dreiminütigen Halbzeitpause. In der Halbzeit wechseln die Mannschaften die Spielfeldseiten. Bei einem Unentschieden in Entscheidungsspielen werden Verlängerungen von je fünf Minuten gespielt. Gewinner des Spiels ist die Mannschaft, welche das erste Tor (Golden Goal) erzielt. Ein Penalty-Werfen findet dementsprechend nicht statt.
 
Das Spiel

Zu Beginn des Spiels liegen jeweils fünf Spieler der Mannschaften mit dem Heck ihres Bootes auf den jeweiligen Torauslinien. Mit dem Anpfiff wird der Ball in die Mitte des Spielfeldes geworfen und je ein Spieler jeder Mannschaft sprintet los, um in Ballbesitz zu gelangen. Die Mannschaft, die in Ballbesitz ist, hat für den Versuch eines Torwurfes  nur 60 Sekunden Zeit. Die Zeit, die für den Angriff  verbleibt, wird auf der sogenannten Shot-clock (Angriffszeituhr) angezeigt. Erfolgt ein Torwurf, wird die Shot-clock neu gestartet. „Neue“ 60 Sekunden erhält die angreifende Mannschaft auch dann, wenn ein Spieler von der gegnerischen Mannschaft gefoult wurde.
Ist ein Tor gefallen, so muss die Mannschaft, die das Tor geworfen hat, schnellstmöglich zurück in ihre eigene Spielhälfte fahren. Ein absichtliches bzw. taktisches Verzögern des Spiels ist unsportlich und wird vom Schiedsrichter entsprechend bestraft. Der Wiederanpfiff wird ausgeführt, wenn der Ball auf der Mittellinie ist und zwar auch dann, wenn, wenn bis zu zwei Spieler der nun verteidigenden Mannschaft noch nicht in ihre Spielhälfte zurückgekehrt sind. Für die angreifende Mannschaft bedeutet das auch die Möglichkeit durch schnelles Spiel eine Überzahlsituation zu schaffen.

Im Spiel erlaubt:

Der Spieler, der in Ballbesitz ist, d.h. der Ball ist in der Hand oder in Reichweite, darf vom Gegner mit der Hand an der Schulter oder der Seite geschubst werden, um ihn so zum kentern zu bringen. Ebenso ist es erlaubt, den ballführenden Spieler mittels eines Kajakangriffes zu attackieren, indem ein Spieler gegen das gegnerische Kajak fährt, den Spieler unter Druck setzt und so versucht, in Ballbesitz zu kommen. Aber auch für das Gegeneinander fahren der Kajaks gibt es Regeln, um Verletzungen vorzubeugen (s. Unerlaubter Kajakangriff).

Kommt im Spiel vor:

  • Eckbälle oder Abwürfe: der Ball hat das Spielfeld an der Torlinie verlassen
  • Einwürfe: der Ball hat das Spielfeld an der Seitenlinie verlassen
  • Schiedsrichterbälle: Unklarheit über Ballbesitz.
     

Im Spiel nicht erlaubt:

  • Unerlaubter Gebrauch des Paddels: Jegliche Gefährdung des Gegners durch den Einsatz des Paddels ist nicht erlaubt. Das bedeutet, dass jede Berührung des gegnerischen Spielers mit dem Paddel bzw. das Halten des Paddels in die Armreichweite nicht erlaubt ist.
  • Unerlaubter Kajakangriff: Unerlaubt ist ein Kajakangriff dann, im Gegensatz zu einem  erlaubten Kajakangriff (s. oben), wenn z.B. mit dem Kajak gegen den Körper oder Richtung Kopf gefahren wird. Nicht erlaubt ist es zudem, in einem ca. 90 Grad Winkel gegen das gegnerische Boot zu fahren.
  • Unerlaubte Behinderung:  Liegt vor, wenn ein Spieler mit seinem Boot versucht, den Gegner am Spiel zu hindern.
  • Unerlaubtes Festhalten: Nicht erlaubt ist es, sich am Gegner oder an dessen Ausrüstung festzuhalten oder sich beispielsweise auf dem gegnerischen Kajak abzustützen.
  • Unerlaubter Ballbesitz: Das Halten des Balls länger als 5 Sekunden ist nicht erlaubt, ebenso wie das Halten oder Ablegen des Balls auf dem Bootsdeck oder derSpritzdecke während das Kajak bewegt wird. Gleiches gilt für das Einklemmen des Balls unter dem Arm.
  • Falsches Auswechseln: Es dürfen nicht mehr als fünf Spieler gleichzeitig auf dem Spielfeld sein. Bei einem fliegenden Wechsel muss daher der auswechselnde Spieler erst vollständig vom Spielfeld heruntergefahren sein, bevor der einwechselnde Spieler auf das Spielfeld darf.
  • Unsportliches Verhalten: Das sind z.B. die Behinderung eines gekenterten Spielers, der versucht sein Boot wieder aufzurichten, absichtliche Spielverzögerungen, Wegwerfen des Paddels des Gegners, Beleidigungen gegenüber dem Gegner oder dem Schiedsrichter.
     

Die Schiedsrichter können entsprechend der Härte bzw. der Häufigkeit der Vergehen Strafen oder Kombinationen von Strafen für unerlaubtes Spiel verhängen.
Mögliche Strafen sind:

  • Freischuss (direkter Wurf, d.h. es kann sofort auf das Tor geworfen werden)
  • Penalty (Strafwurf aus 6 m auf das unverteidigte Tor)
  • Grüne Karte (Verwarnung)
  • Gelbe Karte (Zeitstrafe, für 2 Minuten muss in Unterzahl gespielt werden)
  • Rote Karte (Spielausschluss, die Mannschaft wird dezimiert)

 

 

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