Kanu-Slalom bei den Olympischen Spielen

Die Olympischen Disziplinen

Der Kanu-Slalom hat in Deutschland eine große Tradition, die Geschichte hat eine Vielzahl an erfolgreichen Paddlern hervorgebracht. KanuSlalom war 1972 olympisch und ist seit 1992 wieder im olympischen Programm. Heute finden Weltmeisterschaften jährlich außer im Jahr der Olympischen Spiele statt.

Zu den vier Disziplinen im Kanu-Slalom gehörten bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro der Einer-Kajak der Damen und Herren, der Einer-Canadier der Herren und der Zweier-Canadier der Herren.

Ab den Sommerspielen in Tokio 2020 wird nicht mehr der C2 der Herren zum olympischen Programm gehören. Statt dessen wir die neue Diszplin Einer-Canadier der Damen ins Programm aufgenommen.

Bereits im Jahr 1966 vorgeschlagen, wurde 1970 die Sportart Kanu-Slalom vom IOC in das olympische Programm aufgenommen. Für die Olympischen Spiele in München war vorgesehen, dass die vier Wettbewerbe (dreimal Männer; einmal Frauen) auf einer extra dafür errichteten künstlichen Wettkampfstrecke am Lech in Augsburg stattfinden sollten. Mit der Mitte 1971 erfolgten Fertigstellung dieses 660 Meter langen und mit 36 Hindernissen ausgestatteten Parcours begann gleichzeitig eine neue Ära im Wildwassersport, welche ein Training unabhängig von den bisherigen Unwägbarkeiten eines natürlichen Gewässers (unterschiedliche Wasserstände, Strömungsschwankungen) zuließen. Kanu-Slalom wurde nach den Olympischen Sommerspielen in München aus dem Programm gestrichen und wurde erst ab den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona wieder olympisch.

Seitdem ist Kanu-Slalom fester Bestandteil des olympischen Programms. Im Rahmen der Olympischen Spiele 2008 in Peking wurde die Anzahl der teilnehmenden Boote pro Disziplin deutlich verändert. Bis dahin konnten drei Boote pro Nation starten. Diese Anzahl wurde ab 2008 auf ein Boot pro Nation reduziert.


Die vier oylpischen Disziplinen sind:

  • Einer-Kajak Herren (K1)
  • Einer-Kajak Damen (K1)
  • Einer-Canadier Herren (C1)
  • Einer-Canadier Damen (C1)

Die Weltmeisterschafts-Disziplinen

Die WM-Disziplinen unterscheiden sich zudem vom olympischen Programm um einige Disziplinen. Die vier olympischen Disziplinen werden um die Teamwettbewerbe, in denen jeweils drei Boote einer Nation zusammen die Strecke befahren, ergänzt. Darüber hinaus wird auch der Zweier-Canadier Mix und der sogenannte Boatercross (oder CSLX = Canoe Slalom Extreme bei Weltmeisterschaften ausgetragen.

Zum aktuellen WM-Programm gehören:

 

  • Einer-Kajak Herren (K1)
  • Einer-Kajak Damen (K1)
  • Einer-Canadier Herren (C1)
  • Einer-Canadier Damen (C1)
  • Team Einer-Kajak Herren (K1)
  • Team Einer-Kajak Damen (K1)
  • Team Einer-Canadier Herren (C1)
  • Team Einer-Canadier Damen (C1)

 

  • Zweier-Canadier-Mix (C2)
  • Boatercross Einer-Kajak (K1)
  • Boatercross Einer-Kajak Damen (K1)


Über den Boatercross:
Boater-Cross (CSLX – Canoe Slalom Extreme) ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Kanu-Slalom. Mehrere Boote starten gleichzeitig einen Lauf (Heat). Die Kanuten kämpfen direkt gegeneinander. Analog zum Snowboard-Rennen bei den Olympischen Spielen qualifizieren sich nur die beiden schnellsten fehlerfrei gefahrenen Boote für die nächste Runde. Boatercross ist ein schnelles und aktionsreiches Rennen. Es bietet dem Zuschauer die Möglichkeit des direkten Vergleichs der Fahrer und sorgt für eine erhöhte Popularität.

Impressionen

 
Goldjunge von Peking: Alexander Grimm
Ricarda Funk im Einer-Kajak
Silber in London: Sideris Tasiadis
C1 der Damen: Ab 2020 olympisch

Kanu-Slalom News

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