Kanu-Drachenboot

Trommelklänge und Team-Action

Der Drachenbootsport erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Ein Sport, der die Massen fesselt. Sowohl in dem über 12m langen Boot, das mit bis zu 20 Paddlern über das Wasser donnert, als auch bei den Zuschauern, da zahlreiche Regatten an attraktiven Plätzen für Zuschauer stattfinden.

Drachenbootsport ist Funsport und Leistungssport zugleich. Bei Fun-Regatten, die für Amateurteams bestens geeignet sind, fließen neben den Ergebnissen auf dem Wasser manchmal auch andere Kriterien, wie z.B. das ungewöhnlichste Outfit, mit in die Wertung ein. Die sportliche Leistung steht hierbei nicht unbedingt im direkten Fokus der Teilnehmer, aber ein Drachenbootevent kann dafür mit seinem besonderen Flair, dem Teamsportgedanken und den berüchtigten Feiern am Rand um so mehr punkten.

Mehrere 10.000 Menschen steigen jedes Jahr bei den Festivals ins Boot...Drachenboot ist ein Sport für Jedermann!

Hinweis

Da die meisten "Drachenboot-Aktionen" im Rahmen von Regatten oder Wettkämpfen stattfinden, sind eine Vielzahl von Informationen zum Drachenbootsport auf unserer Homepage im Bereich WETTKAMPF / DRACHENBOOT zu finden.

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten rund um den Sport, Termine, Vereine, die den Sport betreiben und vieles mehr…

Werbung

Paddeln gegen Brustkrebs

Pink Paddler

Pink Paddler

Paddeln gegen (Brust)Krebs

Dass Paddeln bei Brustkrebspatienten erstaunliche Wirkung hat, das konnte Dr. Don McKenzie aus Kanada bereits 1996 in einer Studie belegen. Während beim Rudern oder auch Laufen abrupte Bewegungen den Körper belasten, bringt die fließende Bewegung des Paddelns mit dem Stechpaddel die notwendige, gleichmäßige Belastung. Der Paddler kann dazu frei entscheiden, welche Seite trainiert wird. Dr. McKenzie konnte darüber hinaus belegen, dass sich die äußerst unangenehmen Lymphödeme bei regelmäßigem Training zurückbilden, was für alle Betroffenen das Wohlbefinden deutlich steigert. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Erfahrung in einer Gruppe als psychosoziale Komponente. Betroffene erfahren Ausgleich, Austausch und Wir-Gefühl. Mit jeder Trainingseinheit schafft man ein bisschen mehr, was das Selbstwertgefühl enorm stärkt.
In vielen Ländern der Welt gibt es Pink Teams. Unter dem Slogan „Pink Paddler“ hat sich die Initiative in Kanada, den USA, sehr stark in Italien und in vielen Ländern Asiens verbreitet. Jährlich findet Ende März in Florenz ein Meeting statt, das sehr stark besucht wird. In verschiedenen Klassen, die sich nach dem Grad und der Art der Betroffenheit aufteilen, werden die Sieger ermittelt. Im Mittelpunkt stehen jedoch die gemeinsamen Erfahrungen und der Austausch. Teams aus Deutschland waren bereits am Start. Auch im Rahmen der Vogalonga, einer Demonstration gegen die motorisierte Schifffahrt in Venedig, gehen jährlich Drachenboote in Pink an den Start. Jedes Jahr an Pfingsten demonstrieren Pink Paddler auf einer kürzeren Runde mit vielen anderen Wassersportlern. Ähnliche Events gibt es auch in den Vereinigten Staaten, an denen ebenfalls Teams aus Europa teilnehmen.

Die ersten Pink Teams in Deutschland wurden nahezu zeitgleich 2009 und 2010 in Schierstein und Bochum ins Leben gerufen. Seit Ende 2012 betreut das Ressort Drachenboot die Pink Paddler. Die Referentin für Entwicklung, Patricia Frank, hat mit der Mannschaft in Saarbrücken eigene Erfahrungen beim Aufbau eines Teams gesammelt und kann so weiteren Interessenten mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Die richtigen Ansprechpartner zu finden, ist nicht so einfach. Es braucht Kanuclubs und auch einschlägige Institutionen wie Krebshilfen, Selbsthilfegruppen, Krankenhäuser und ähnliches, die die Sache mittragen und kommunizieren. Denn ohne Kommunikation werden mögliche Teilnehmer nicht erreicht.