Parakanu

Paralympisches Programm

Im Parakanu-Rennsport gibt es insgesamt zwölf Startklassen. Davon gehören neun Startklassen zum Programm der Paralympischen Spiele. Die Wettkämpfe im Parakanu setzen sich aus den Disziplinen Kajak (K1) und Va'a (V1) zusammen. Die Wettkampfstrecke beträgt ausschließlich 200m.

 

Folgende Startklassen gibt es:

Herren Kajak: KL1*, KL2*, KL3*
Herren Va’a: VL1, VL2*, VL3*

Damen Kajak: KL1*, KL2*, KL3*
Damen Va’a: VL1, VL2*, VL3

 

KL bedeutet Kajak Level. VL bedeutet Va'a Level.

 

*paralympische Disziplin

Seit 2016 paralympisch

Bild: Binh Truong / DBS

Parakanu ist die Bezeichnung einer Kanusport-Disziplin für Menschen mit Behinderung. Auch das verwendete Sportgerät, ein speziell angepasstes Rennkanu, wird als Parakanu bezeichnet.

Im Jahr 2009 wurden in Dartmouth (Kanada) erstmals im Rahmen der Kanu-Rennsport-Weltmeisterschaften Demonstrationsrennen im Parakanu durchgeführt. Daran nahmen Teilnehmer aus elf Nationen teil. 2010 wurde es eine offizielle WM-Sportart mit 28 Nationen. Seit 2009 gibt es ebenfalls Parakanu-Europameisterschaften.

Zu den Sommer-Paralympics 2016 in Rio de Janeiro wurde Parakanu auch in das Programm der Paralympischen Spiele aufgenommen.

Parakanu-Wettkämpfe werden nach (angepassten) Regeln des Kanu-Rennsports über eine Distanz von 200 m in festen Bahnen ausgetragen. Die Einteilung der Wettkampfklassen erfolgt nach Bewegungsfähigkeit von Beinen, Armen und Rumpf.

Es werden Einerkajaks (K1) und Auslegerkanus (V1) verwendet. Für jeden Parakanu-Sportler wird der Sitz und teilweise auch das Paddel individuell angepasst. Hierfür gibt es eine Reihe spezialisierter Hersteller.

Der Internationale Kanu-Verband (ICF) forcierte seit den 2000er-Jahren im Rahmen seines Programmes Sports For All (Sport für alle) seine Bemühungen um die Integration von Menschen mit Behinderung. Anders als in anderen Sportarten wurde dabei das Konzept verfolgt, die Wettkämpfe gemeinsam mit denen für Nicht-Behinderte auszurichten, was für die Ausrichter eine besondere Herausforderung darstellte (und darstellt), da ein barrierefreier Zugang zu wesentlichen Funktionsbereichen der Regattabahn sichergestellt werden muss.

Die deutschen Parakanu-Sportler sind wie die nicht-behinderten Kanusportler im Deutschen Kanu-Verband (DKV) organisiert. Viele Vereine des DKV bieten inzwischen Parakanu-Sport an. Seit 2011 werden die Deutschen Meister im Parakanu im Rahmen der Deutschen Kanu-Rennsport-Meisterschaften gemeinsam mit den nicht-behinderten Sportlern ermittelt.

Impressionen

Team Deutschland in Rio (von Binh Truong/ DBS)
Edina Müller gewinnt Silber (von Binh Truong/ DBS)
Silber auch für Tom Kierey (von Binh Truong/ DBS)

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