Good Governance

Good Governance, also eine gute Leitung und Führung, ist das Ziel einer Reihe von Grundsätzen und Regeln, denen sich der Deutsche Kanu-Verband verpflichtet fühlt. Ihre Berücksichtigung soll eine zukunftsorientierte und positive Entwicklung innerhalb einer offenen und modernen Gesellschaft gewährleisten.

DKV-Ehrenkodex

Das Ansehen und der Ruf des Deutschen Kanu-Verbandes werden wesentlich durch das Verhalten und Auftreten seiner haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen geprägt. Deshalb ist ein respektvoller, fairer und sach - orientierter Umgang untereinander und gegenüber Dritten von großer Bedeutung für die Verbands - kultur nach innen und die Reputation nach außen. Dabei weist der Sport Besonderheiten auf, die auch im DKV selbst und im Hinblick auf dessen Vorbildrolle für Vereine und Verbände eine Rolle spielen.

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Chancengleichheit

(DHD) … ist die Grundlage dafür, dass alle Beteiligten unseren schönen Sport so ausgiebig und intensiv betreiben können, wie sie das wollen. Dass also Männer, Frauen, Kinder, Jugendliche, SeniorInnen und Senioren, Behinderte wie Nicht-Behinderte sich dabei so wohl fühlen, wie möglich.

Aktuell sind die Schwerpunkte des Bereichs:

 

1. Frauen für das Ehrenamt gewinnen.

Frauen in Führungspositionen sind Vorbilder und Kristallisationspunkte für Mädchen und Frauen in den Vereinen. Darüber hinaus können viele Vereine nicht alle Vorstandsposten besetzen. Wir gehen davon aus, dass viele Frauen über die notwendigen Voraussetzungen verfügen und auch Freude an der ehrenamtlichen Arbeit haben. Dass aber irgendwelche Hindernisse sie davon abhalten, sich einzubringen. Sie sollen stärker als bisher dazu ermuntert werden, verantwortliche Aufgaben zu übernehmen. Und den Frauen, die bereits Ehrenämter innehaben oder sich für die Übernahme eines Amts entschieden haben, soll der Rücken gestärkt werden.

In Vereinen, die ausdrücklich offen für aktive Frauen sind, werden auch Übungsleiterinnen und Trainerinnen häufiger ihren Platz finden. Sie sind ein wichtiges Bindeglied, wenn es gilt, begabte Mädchen und junge Frauen für den Leistungssport zu gewinnen und zu fördern.

 

2. Im Breitensport: Untiefen ausloten, Stege bauen.

Manche Äußerungen weisen darauf hin, dass noch manches verbessert werden kann, bis sich alle bei der Ausübung unseres Sports gleichermaßen wohlfühlen. Wo Defizite erkannt werden, sollen Instrumente entwickelt werden, um Abhilfe zu leisten. Das können bsw. Tipps sein, wie bei der Tourenplanung schwächere Paddlerinnen und Paddler besser mit einbezogen werden können. Oder Workshops, die die Unabhängigkeit von weniger leistungsbetonten Paddlerinnen und Paddlern stärken und sie dazu befähigen, sich selbständig auf den Weg zu machen und ihre Lieblingsstrecken in dem von ihnen selbst gewählten Tempo zu fahren.

 

Bei allen Aktivitäten muss der achtsame, respektvolle Umgang mit allen Beteiligten im Vordergrund stehen. Einer Äußerung von Unwohlsein darf nicht mit einer Forderung nach „Abhärtung“ begegnet werden. Stattdessen sollen widersprüchliche Motivationen offen gelegt und nach Kompromissen gesucht werden. Ein Beispiel: Manche PaddlerInnen möchten sich auf dem Wasser auf langen Strecken und in forciertem Tempo verausgaben, andere die Landschaft genießen und Tiere beobachten. Dies sollte man bei der Ausschreibung von Touren berücksichtigen und eine Strecke bsw. in zwei Gruppen bewältigen. Oder: Angesichts knapper Kassen können manche Duschräume nur funktional, aber nicht komfortabel eingerichtet werden. Hier kann man sich auf Grundbedingungen einigen (Schutz der Intimsphäre / ausreichender Sichtschutz, heißes Wasser, Isolierung von Wänden und Böden) und gemeinsam nach kostengünstigen Lösungen suchen.

 

3. Jugend stärken.

Kinder und Jugendliche verdienen unseren Respekt und unsere besondere Aufmerksamkeit. Umso mehr, wenn wir sie für unseren Sport begeistern wollen und damit in Konkurrenz treten zu unendlich vielen anderen Freizeitbeschäftigungen. Traditionell gelingt es uns, in den Altersstufen zwischen 7 und 18 Jahren doppelt so viele Jungs an den Kanusport heranzuführen wie Mädchen. Beide Gruppen haben in diesem Alter sicherlich unterschiedliche Bedürfnisse. Wie kann es uns gelingen, den Sport für Mädchen und junge Frauen noch attraktiver zu machen als bisher?


Sexualisierte Gewalt

(DHD) Der DKV und die Kanujugend haben bereits einige wichtige Schritte getan, um der Gefahr von sexuellen Übergriffen zu begegnen. Die Ansatzpunkte reichen von der Stärkung der Kinder und Jugendlichen über gezielte Präventionsmaßnahmen bis hin zur Vorbereitung der notwendigen Intervention. Doch wenn der Ernstfall eintritt, sind die Beteiligten häufig immer noch überfordert.

Alle Betroffenen bestmöglich schützen und stützen

Gemeinsam mit der Kanujugend sollen daher konkrete Hilfestellungen und Handlungsanleitungen für die AnsprechpartnerInnen und Vorstandsmitglieder in den Vereinen entwickelt werden. Ziel muss es sein, alle Parteien so gut zu unterstützen und auf den Ernstfall vorzubereiten, dass sie kompetent und souverän agieren können. Und wissen, welche Hilfsangebote sie in Anspruch nehmen können. So können sie die Betroffenen bestmöglich unterstützen.

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Frauennetzwerk

(DHD) Das Frauennetzwerk horcht wie ein Stethoskop in die Herzen der Vereine vor Ort.

Immerhin ist jede Frau Expertin für Frauenfragen. Und jede hat in ihrem Umfeld das Ohr am Geschehen, kann weitere Anregungen mit einbringen und neue Projektideen entwickeln.

Zum anderen soll es wie ein Senkblei Schieflagen aufdecken. Dabei soll der Blick über die Anliegen der Frauen hinaus auch auf die Belange anderer Beteiligter gerichtet werden. Diese können, nach Signifikanz gewichtet, zum Ansatzpunkt für die Projektarbeit und gemeinsame Aktionen werden.

Schließlich steht es für die Vernetzung, die dem Austausch unter den aktiven Frauen dient und Unterstützung bietet. Die Übertragung der Erkenntnisse in andere Bereiche soll aktiv unterstützt werden.

Das Frauennetzwerk soll möglichst viele Frauen aus den verschiedenen Ressorts zusammenführen und die Anliegen der Paddlerinnen aus allen Regionen Deutschland repräsentieren. Instrumente des Frauennetzwerks sind

 

  • Arbeitstagungen

  • jährliche Aktionstage

  • eine Literaturdatenbank

  • Mentoringprogramme

  • ein Buddy-System.

 

Frauen im Ehrenamt… sind informiert, werden gehört, gestalten mit, bewegen etwas, setzen sich ein, vertreten andere, übernehmen Verantwortung!

Wenn Ihr mitmachen und informiert werden wollt, sendet eine Nachricht an chancengleichheit (at) deutscherkanuverband.de.

Bis bald - auf dem Wasser!


HEIKE DIEKMANN (DHD)
Beauftragte für Chancengleichheit des Deutschen Kanu-Verbands
Kontakt: chancengleichheit (at) deutscherkanuverband.de


Dopingprävention

Da der Deutsche Kanu-Verband und seine Athleten die Einnahme von verbotenen Substanzen und die Anwendung von verbotenen Methoden im Sport missbilligen, haben der DKV, seine Athleten, seine Trainer und Betreuer den seit dem 01. Januar 2009 gültigen WADA-Code ratifiziert.
Die Ratifizierung des Codes bedeutet, dass die Athleten bereit, sind sich transparent zu zeigen und sich testen zu lassen. Dafür ist jeder einzelne Athlet bereit, datenschutzrechtliche, freiheitliche und persönliche Grundrechte in einem nicht geringen Maße einzuschränken.

Die Doping-Prävention ist integrativer Bestandteil im Leistungssport und somit auch eine unumgängliche Aufgabe im Deutschen Kanu-Verband.
Doping-Prävention bedeutet für den Deutschen Kanu-Verband zum einen, mögliche Missstände im Umgang mit Arzneimitteln und die Anwendung von verbotenen Methoden im Umfeld von Athleten und bei Athleten selber auszuräumen.
Prävention bedeutet aber auch, die Athleten und ihr Umfeld im richtigen Umgang mit der für sie notwendigen medizinischen Versorgung zu schulen und ihnen Sicherheit zu geben. Dazu gehört auch der Umgang mit dem Meldesystem ADAMS der Welt-Anti-Doping-Agentur.

In den DKV-Dopingpräventionsbestimmungen ist geregelt, dass Sportlerinnen und Sportler der verschiedenen Disziplinen des Kanu-Leistungssports Schulungen zur Dopingprävention absolvieren müssen, um am Wettkampfsystem des DKV teilnehmen zu können. Sie können als Präsenzveranstaltung oder in Blended-Learning-Formaten stattfinden.

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Verhaltenskodex gegen Korruption

1.    Ich zeige durch mein Verhalten, dass ich Korruption weder dulde noch unterstütze.

2.    Ich wehre Korruptionsversuche sofort ab und informiere unverzüglich den DKV-Vizepräsidenten Finanzen und Inneres. Gleiches gilt, wenn ich konkrete Anhaltspunkte für korruptes Verhalten erkenne.

3.    Ich arbeite stets so, dass meine ehrenamtliche Arbeit jederzeit überprüft werden kann. Die Beachtung deutscher bzw. internationaler Rechtsvorschriften, der Satzung des Deutschen Kanu-Verbandes und der DKV-Geschäftsordnung sind Maßstab meines Handelns.

4.    Ich trenne strikt Privatleben von ehrenamtlichen Aufgaben und prüfe, ob meine Privatinteressen zu einer Kollision mit Verbandspflichten führen können. Im Zweifel führe ich eine Klärung mit dem DKV-Vizepräsidenten Finanzen und Inneres herbei.

5.    Das Anbieten, Geben, Annehmen oder Verlangen von Bestechungsgeldern in jeglicher Form, der Rückfluss von Teilen einer vertraglichen Zahlung („Kickback“) und das Nutzen anderer Wege oder Kanäle, um unzulässige Leistungen zu erlangen oder zu erbringen, ist mir ausdrücklich verboten!

6.    Das Anbieten oder Annehmen von Geschenken, Bewirtungen und Vergünstigungen ist mir verboten, soweit dadurch Handlungen oder Unterlassungen beeinflusst werden sollen und der Rahmen vernünftiger und angemessener Aufwendungen überschritten wird.

 

Beschlossen durch das DKV-Präsidium auf seiner Sitzung am 26.09.2008 in Saarlouis. Überarbeitet bei der Präsidiumssitzung am 19.02.2016 in Münster.