Kanu-Slalom

Kanu-Slalom News

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16.11.2018 | Kanu-Slalom
Die Serie der #instagramtakeover mit prominenten Kanu-Sportlern geht am Samstag weiter.
07.11.2018 | Kanu-Slalom
Slalomfahrerin Selina Jones im Interview mit "Hallo Augsburg".
07.11.2018 | Kanu-Rennsport
Bei den Sportlerwahlen in Nordrhein-Westfalen wurden gleich drei Kanuten für die begehrten Felix Awards nominiert.
01.11.2018 | Kanu-Slalom
Der Oberbürgermeister der Stadt Augsburg Dr. Kurt Gribl lud zusammen mit Sportreferent Dirk Wurm die Augsburger Teilnehmer/Innen bei der Kanu-Slalom WM 2018 zu einem Empfang ins ...
31.10.2018 | Kanu-Slalom
Bereits zum 21. Mal ehrt die Sportjugend Leipzig (SJL) als Jugendorganisation des Stadtsportbundes Leipzig e.V. (SSBL) erfolgreiche Leipziger Nachwuchssportler/-innen und junge, ...
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Kanu-Slalom erklärt

Kanu-Slalom erklärt

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Kanu-Slalom gehört fest zum Programm der Olympischen Spiele. Die DKV-Nationalmannschaft Kanu-Slalom setzt sich aus Spitzenathleten zusammen, die die Extreme im Wildwasser zwischen den Slalomstangen lieben. Die DKV-Flotte ist nicht nur absolute Weltspitze, sondern gehört standardgemäß zu fleißigsten Medaillensammlern in der internationalen Konkurrenz.

Kraft und Geschicklichkeit sind die wichtigsten Faktoren beim Kanu-Slalom.Über einem verblockten Wildfluss oder einer künstlich angelegten Wildwasserstrecke werden 18 bis 25 Tore aufgehängt. Sie müssen von den Sportlern so schnell wie möglich durchfahren werden - teils mit, teils gegen die Strömung, was angesichts der Hindernisse und Wellen oft sehr schwierig ist.

Wer die Torstangen berührt oder gar ein Tor verpasst, bekommt dafür Strafsekunden. Die Strecken sind meist ca. 300 bis 350 Meter lang, sodass die Zuschauer dass Rennen hautnah verfolgen können.

Wettkämpfe im Kanu-Slalom-Wettkämpfe gibt es seit 1935. Weltmeisterschaften im Kanu-Slalom werden seit 1949 ausgetragen. Neben Kanu-Rennsport ist Kanu-Slalom eine der beiden olympischen Kanu-Disziplinen. Daneben gibt es auch Europameisterschaften, Weltcup-Rennen, Junioren- Welt- und Europameisterschaften und Deutsche Meisterschaften. Im internationalen Vergleich ist Deutschland eine der Top-Vier-Nationen

In Deutschland werden jedes Jahr etwa 70 Wettkämpfe ausgetragen. Dabei reicht das Spektrum von Nachwuchswettkämpfen auf einfachen Flüssen bis hin zu internationalen Wettkämpfen im schweren Wildwasser. Ein Zentrum ist dabei die Stadt Augsburg. Dort entstand für die Olympischen Spiele 1972 der so genannte „Eiskanal“ – eine künstliche Wildwasserstrecke, die zwar mit natürlichem Wildwasser nicht allzuviel gemein hat, aber immer noch eine der faszinierendsten Kanu-Slalom-Strecken der Welt ist.

Der Kanuslalom ist ein Wettkampf, bei dem eine durch Tore vorgeschriebene Strecke auf bewegtem, schnellfließendem Wasser in kürzester Zeit möglichst fehlerfrei zu befahren ist.

Wettkampfstrecke

Von der Start- bis zur Ziellinie darf der Wettkampfparcours bis zu 600 m lang sein. Die Strecke wird mit mindestens 18 und maximal 25 Toren ausgehängt, von denen mindestens sechs Aufwärtstore (Befahrung gegen die Flußrichtung) sein müssen. Die Tore bestehen aus zwei hängenden Stäben, welche für die Abwärtstore mit grün-weißen Ringen und für die Aufwärtstore mit rot-weißen Ringen markiert sind. Alle Tore müssen in numerischer Reihenfolge befahren werden. Sie können in jeglicher Art (vorwärts, rückwärts oder quer) von der korrekten Befahrungsseite her befahren werden.

Strafpunkte

Jede Torstabberührung oder sonstige Torfehler werden in Form von Strafpunkten geahndet, die zur Fahrzeit addiert werden.

  • 0 Strafpunkte

  • Fehlerfreie Befahrung in vorgeschriebener Fahrtrichtung ("korrekte Befahrung")

  • 2 Strafpunkte

  • Befahrung eines Tores in vorgeschriebener Richtung mit Berührung eines oder beider Torstäbe.

  • 50 Strafpunkte

  • Durchbrechen der Torlinie mit dem Kopf des Wettkämpfers (im C2 wenigstens eines Wettkämpfers) kieloben, wenn anschließend keine korrekte Befahrung erfolgt.

  • Befahrung eines Tores, ohne dass der komplette Kopf des Wettkämpfers (im C2 beider Wettkämpfer) und ein Teil des Bootes gleichzeitig die Torlinie durchbrechen, wenn anschließend keine korrekte Befahrung erfolgt.

  • Berührung eines oder beider Torstäbe ohne nachfolgende Befahrung

  • Absichtliches Wegstoßen eines Stabes, um das Tor befahren zu können

  • bei jedem verfehlten Tor


Ergebnisberechnung

Es wird folgende Formel angewandt: Ergebnis = Fahrzeit (Sekunden) + Strafpunkte

Ein Beispiel:

Fahrzeit                                        145,35 Sek.
Strafsekunden              2 + 2 + 2  =           6    Sek.
-------------------------------------------------------------
Ergebnis                                        151,35 Sek.
 

Bootsklassen:

Grundsätzlich unterscheidet man im Kanu-Slalom zwischen dem Kajak und dem Canadier. Der Kajak (K1) wird sitzend mit einem Doppelpaddel fortbewegt und sowohl von männlichen als auch von weiblichen Sportlern gefahren. Der Canadier wird kniend mit einem Stechpaddel gefahren. Den Canadier gibt es als Canadier-Einer (C1) und Canadier-Zweier (C2) und wird ebenfalls von männlichen und weiblichen Sportlern gefahren. Die Boote werden ohne Steuerungseinrichtung gefahren. Richtungsänderungen werden ausschließlich mit dem Paddel vorgenommen. Die Boote sind gegen Wassereinbruch mit einer Spritzdecke verschlossen

In den einzelnen Bootsklassen gelten die folgenden Mindestmaße:

Kajak-Einer  Canadier-Einer      Canadier-Zweier
Länge   3,50 m      3,50 m          4,10 m
Breite   0,60 m      0,60 m          0,75 m
Gewicht  9,0 kg      9,0 kg         15,0 kg

Wettkämpfe

Kanuslalom bei Olympischen Spielen

Bei den Olympischen Spielen 1972 in München war Kanuslalom erstmals im Olympischen Programm. Für die Wettkämpfe 1972 wurde in Augsburg ein künstliches Kanuslalom-Stadion gebaut. Es dauerte bis 1992, bis die Slalomkanuten bei den Spielen in Barcelona zum zweiten Mal um Olympisches Edelmetall kämpfen konnten. 1996 wurden die Olympischen Kanuslalom-Wettbewerbe erstmals auf einer Naturstrecke, dem sehr schweren Ocoee River, ausgetragen. Für die Spiele 2000 in Sydney war Kanuslalom ursprünglich aus dem Programm gestrichen worden, wurde dann aber - nach zähen Verhandlungen und unter großem finanziellen Einsatz des Internationalen Kanu-Verbandes (International Canoe Federation, ICF) - wieder ins Programm genommen.. 

Kanuslalom-Weltmeisterschaften

Weltmeisterschaften im Kanuslalom finden seit 1949 statt. Sie werden von der ICF veranstaltet und an einen nationalen Kanu-Verband vergeben. Die Titelkämpfe werden in Einzel- und Mannschaftswettkämpfen im Kajak-Einer (Damen und Herren), im Canadier-Einer und im Canadier-Zweier ausgetragen. Startberechtigt sind dabei pro Disziplin drei Boote. Die Einzelwettkämpfe sind, wie alle internationalen Meisterschaften und Weltcup-Rennen, in Qualifikation, Semifinale und Finale unterteilt. Im Finale kämpfen de besten 10 Boote um die Medaillen.

Kanuslalom-Europameisterschaften

Seit 1995 werden auch Europameisterschaften im Kanuslalom ausgetragen

Kanuslalom-Weltcup

Der Kanuslalom-Weltcup ist eine Wettkampfserie von fünf Wettkämpfen in mindestens zwei verschiedenen Kontinenten. Mittels eines Punktsystems werden hier in allen Disziplinen die Weltcup-Gewinner ermittelt, dabei zählen nur die besten zwei Rennen sowie das Finale. Ab 2005 werden für die Weltcup-Wertung die WM, die jeweiligen Kontinental-Meisterschaften und drei Weltcup-Rennen herangezogen.

Junioren/U23-Welt- und Europameisterschaften

Alljährlich werden Welt- und Europameisterschaften im Bereich Junioren und U23 ausgetragen. Dabei sind in jeder Disziplin maximal drei Boote einer Nation startberechtigt

Deutsche Meisterschaften

Deutsche Meisterschaften werden in den folgenden Altersklassen bzw. Bootsklassen ausgetragen:

Weibliche Schüler A (13-14 Jahre)

K1

Männliche Schüler A

K1, C1, C2

Weibliche Jugend (15 - 16 Jahre)

K1, C1

Männliche Jugend

K1, C1, C2

Jugend

C2-mixed

Weibliche Junioren (17 - 18 Jahre)

K1, C1

Männliche Junioren

K1, C1, C2

Junioren

C2-mixed

Damen Leistungsklasse

K1, C1

Herren Leistungsklasse

K1, C1, C2

Damen und Herren

C2-mixed


 

Titel werden in den Einzel- und in den Mannschaftswettbewerben vergeben.

Für die Deutschen Miesterschaften muss man sich über regionale Meisterschaften qualifizieren. Analog zu den internationalen Meisterschaften sind auch die nationalen Titelkämpfe in Qualifikation, Halbfinale und Finale unterteilt.

 

Deutschland-Cup und Deutschland-Cup U18

Zur Ermittlung der Leistungsspitze, zur Talentsicherung und zur Vor-Qualifikation der DKV-Nationalmannschaften werden Rennen zum Deutschland-Cup (Leistungsklasse) und Deutschland-Cup U18 (Jugend/ Junioren). Mittels eines Punktsystems wird in dieser Wettkampfserie alljährlich der Gesamtsieger ermittelt.

Alle Ergebnisse aus dem Bereich Kanu-Slalom sind auf der Homepage www.kanuslalom.de hinterlegt. Dort finden sich von regionalen Regatten bis hin zu internationalen Großveranstaltung detaillierte Übersichten, Ergebnislisten und Sportlerdaten.