28. Februar 2021

Natur beobachten mit Kindern

Bildquellen: Pixabay (2x)

Guck mal! Wer mit Kindern im Kanu unterwegs ist, muss Zeit mitbringen. Es gibt viel zu entdecken. Die schönsten Tipps für Naturbeobachtungen mit Kindern:

Von Sabine Stümges
 

Diese und noch mehr Ideen gibt es unter: www.naturdetektive.de, einer Website des Bundesamtes für Naturschutz


Geheimnisvolle Wasserwelt

Wenn man sich einem Gewässer vorsichtig nähert, wird man schon bald viele Tiere beobachten können. Für die erste Berührung mit dem Gewässer sollten die Kinder erst die Umgebung auf sich wirken lassen. Egal, ob die Kinder gehen, stehen, sich hinsetzen oder lieber auf dem Bauch liegen – achtet darauf, dass es ruhig zugeht. Nach kurzer Zeit werden sie belohnt: Dort schwirrt eine Libelle über das Wasser, Wasserläufer verharrn scheinbar schwerelos auf der Oberfläche, Bläschen auf dem Wasser verraten, wo gerade ein Molch zum Luftholen aufgetaucht ist.


Was schwimmt denn da?

Mit dem Kescher können die Kinder nun die Tiere fangen, die sich im Teich tummeln. Mit einer Becherlupe können einzelne Tiere eingefangen und in Vergrößerung betrachtet werden. Ein Bestimmungsbuch hilft herauszufinden, mit wem sie es zu tun haben. Nach der Betrachtung lassen die Kinder die Tiere wieder frei. Dazu senken sie die Schalen in das Gewässer und lassen die Tiere behutsam hinausgleiten. Achtung: Alle Amphibien (auch ihre Eier und die Quappen) stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gefangen, mitgenommen oder gestört werden.


Magnetangel

Eine Magnetangel ist die perfekte Beschäftigung für Kinder, wenn man mit dem Kanu unterwegs ist. Alles was man braucht, ist ein Ast, eine Schnur und ein starker Magnet. Es ist dann erstaunlich, was so alles gefischt wird – Kronkorken, alte Dosen usw.. Außerdem ist eine Magnetangel der perfekte Aufhänger, um mit den Kindern darüber zu reden, was im Wasser alles lebt – und was hier eigentlich nichts zu suchen hat.


Fernglas in die Tiefe

Mit dem Dosenöffner werden Boden und Deckel der Dose entfernt. Wenn nötig, klopfen Sie scharfe Kanten mit dem Hammer glatt. Nun wird die Folie stramm über beide Öffnungen der Dose gespannt und mit den Gummiringen befestigt. Sie muss fest sitzen, damit kein Wasser eindringen kann und die Sicht klar ist. Fertig ist das Wasserfernglas. Wenn die Kinder die Dose ins Wasser tauchen, dann wölbt sich die Folie am unteren Ende leicht nach innen und alles ist glasklar zu sehen.
 

Ein selbst gebauter Kescher

Die Kescher müsste man nicht kaufen. Mit ein paar einfachen Mitteln kann man Kescher auch selbst bauen. Dazu biegen Sie den Draht oder Draht-Kleiderbügel so, dass er einen Kreis bildet und drehen die Enden fest um den Holzstab. Um Verletzungen zu vermeiden, wickeln Sie nun die Schnur noch einmal fest um den am Holzstab befestigten Draht. Sie können den Draht auch mit ein paar Kabelbindern fixieren und die überstehenden Enden abschneiden. Nun den Nylonstrumpf etwas kürzen und das offene Ende rundherum an dem Drahtring festnähen. Fertig ist der Kescher.
 

Gewässer-Kalender

Ein Kleingewässer verändert sich ständig. Im Winter, bei geschlossener Eisdecke, wirkt es tot und verlassen, im Frühling stechen die ersten Blüten hervor, den Sommer über wächst und gedeiht die Ufervegetation, bevor er im Spätherbst wieder in die Winterstarre verfällt. Diesen ständigen Wandel kann man mit einem Gewässerkalender festhalten. Dazu besuchen Sie jeden Monat einmal Ihr Gewässer und machen Fotos. Die schönsten Bilder werden ausgewählt und für den Kalender verwendet. Dazu können Sie zum Beispiel einen Bastelkalender nutzen.
 

Kleine Boote bauen

Ein Boot kann man auch direkt am Wasser mit wenigen Werkzeugen aus einem gebogenem Rindenstückchen bauen. Der Mast ist ein kleiner Ast, den man in die Rinde bohrt. Dafür vorsichtig mit dem Taschenmesser ein kleines Loch in die Rinde ritzen. Ein grünes Blatt wird zum Segel. Mit einer Schnur, die durch den Bootsrumpf gezugen wird, können Kinder nun das kleine Boot hinter sich her ziehen.


 


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KANU-SPORT 11/2017
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