04. November 2021

Gepaddelte Zusammengehörigkeit

Die Abschlussfeier fand im Veranstaltungsraum "Kanuscheune" in Potsdam statt. (Fotos: LKV Brandenburg)

Nach 3 Jahren, plus 1 Jahr Verlängerung verursacht durch die Pandemie, ist der Paddelwettbewerb „Die große Kanu-Herausforderung“ am Ziel angelangt.

Von Isa Winter-Brand, Vize-Präsidentin Freizeitsport
Fotos: LKV Brandenburg

 

Mehr als 250 Personen nahmen an dem freizeitsportlichen Wettbewerb zur deutschen Einheit teil. In den letzten 30 Jahren mussten in allen Bundesländern jeweils 30 km gepaddelt werden, war die Forderung. Gar keine leichte Aufgabe, bedenkt man die Größe des Saarlandes oder das Bundesland Bremen. Alle Paddlerinnen und Paddler machten die Erfahrung, dass die Bundesgrenzen doch nicht so trivial zu finden sind. Denn an welchem Abschnitt die Weser oder Elbe sich in welchem Bundesland befinden, da muss man schon eine Karte zu Hilfe nehmen, um dies genau zu definieren.
Mit diesem Paddelwettbewerb wurde das Ziel verfolgt die Gemeinsamkeiten in Ost und West zu betonen und somit die Zusammengehörigkeit erlebbar zu machen. In unzähligen Begegnungen in den Vereinen lernten sich die Kanusportlerinnen und -Sportler besser kennen und das gegenseitige Verständnis für die unterschiedlichen Bedingungen wuchs. Alle fungierten so als Botschafterinnen und Botschafter für die deutsche Einheit. In Ost und West wurde von hilfsbereiten Menschen berichtet und auch so manche langjährige Beziehung entwickelte sich über die Zeit hinweg.

   


Dank an Unterstützer und Sponsoren

Die Idee zu dieser „großen Kanu-Herausforderung“ hatte Volker Warstadt vom Böllberger Sportverein in Halle, der von Thomas Reschke, DKV-Referent Kanutouring bei der Entwicklung unterstützt wurde.
Große Freude bereitete die Verlosung von Sachpreisen am Freitag Abend die unter allen Teilnehmenden am Wettbewerb stattfand. Mehr als 60 ansprechende Preise fanden neue Besitzer:innen, die von namhaften Unterstützern des Kanusports gespendet wurden. So seien hier neben der DKV Wirtschafts- und Verlags GmbH die Firmen Eckla, Denk Outdoor, Lettmann, Prijon, NRS, Spreu-Boote und Zoelzer dankend erwähnt.
Bei gemeinsamen Paddeltouren erlebten die Kanutinnen und Kanuten die Seenlandschaft um Potsdam bei herrlichem Sonnenschein und mäßigem Wind. Bestens umsorgt von dem Team um Andreas Zimmer (Vizepräsident Freizeitsport im LKV Brandenburg), Janett Mundil von den Wassersportfreunden Pirschheide, aber auch Jörg Henker (GF Kanu-Verband Brandenburg), die im Hintergrund die Veranstaltung vorbereiteten.

   


VIP-Gast: Ministerin Britta Ernst

Blumensträuße und kleine Präsente drückten den Dank des DKV für die Ausrichtung der Einheitsfeier aus.
VIP-Gast bei der Schlussfeier in der Kanuscheune auf dem Gelände des OSZE war Frau Britta Ernst, Ministerin für Jugend, Bildung und Sport in Brandenburg, die in ihrem Grußwort ihre Verbindung zum Wassersport herausstellte und der Idee zur Förderung der Einheit in Deutschland Beifall zollte. Weitere Gäste waren Dr. Karl-Albrecht Kumm (früher Vizepräsident Freizeitsport) und Reinhard Wacker (ehem. Geschäftsführer Freizeitsport), die in ihrer Amtszeit die Neuordnung des Freizeitsports in den beiden Verbände Ost und West organisierten sowie das Ehrenmitglied des DKV Hermann Thiebes (ehem. VP Freizeitsport).
Frau Isa Winter-Brand, Vizepräsidentin Freizeitsport ging in ihrer Rede auf die Probleme in der Wendezeit ein. Die Neugründung von Vereinen im Osten, verbunden mit der Übernahme von neuen Verantwortlichkeiten in einer wirtschaftlich unsicheren Zeit war mühselig gewesen. Außerdem hatten die Menschen in den östlichen Bundesländern in den ersten 10 Jahren Sorgen um ihr Berufsleben und viele verließen ihr angestammtes Lebensumfeld.

   

Viele entdeckten über den Kanusport die Regionen im Westen, wobei die Westdeutschen sich neugierig auf den Weg in die unbekannten und bisher unerreichbaren Paddelreviere machten. So wurde die „große Kanu-Herausforderung“ von Paddlerinnen und Paddlern in allen Bundesländern angenommen und umgesetzt.
Spannend und kurzweilig waren die Erzählungen und Geschichten von Paddlerinnen und Paddler über die Erlebnisse beim Bereisen der unterschiedlichen Länder. Alle verband die Suche nach paddelbaren Gewässern (30 km!) im Saarland. Moderiert von Karin Hafke, DKV-Ressortleiterin Breitensport, referierte Dr. Karl-Albrecht Kumm launig über die Wendezeit und Volker Warstadt erläuterte anschaulich, wie er zu der Idee des Wettbewerbs fand.
Dajana Pefestorff führte souverän durch den Abend und trug mit ihrer zugewandten Art viel zur guten Stimmung bei. Abgerundet wurde das Programm zum Schluss mit dem kleinen Konzert „Guarda che luna“ des Duos Melanie Barth (Akkordeon) und an der Gitarre Karsten Intrau.

 

   

 


Verlosung unter allen Teilnehmern des Wettbewerbs

Durch die Unterstützung mehrerer DKV-Partner aus der Kanu-Branche konnte den Teilnehmern eine besondere Überraschung gemacht werden, indem unter allen Paddlern attraktive Sachpreise verlost wurden.

Foto: Auch Mirjana und Franz-Josef Hüls (Mülheimer Kanusport-Verein) sowie Martina Hüls (Kanugilde Mülheim) nahmen am Wettbeweb teil und konnten sich zudem über einen Sachpreis freuen.                    

 

 Besonderer Dank geht an

 

 

 


30 Jahre Deutsche Einheit – Die große Kanu-Herausforderung.

Anlässlich der 30 Jahre Deutsche Einheit, hatte der Deutsche Kanu Verband eine Auszeichnung entwickelt –
30 Jahre Deutsche Einheit – Die große Kanu-Herausforderung.
Ausgezeichnet wurden alle Paddler*innen die im Zeitraum von 1990-2020 in jedem der 16 Bundesländer jeweils 30 Kilometer paddelten oder in einem Boot per Muskelkraft zurückgelegten. Aber auch Wettkämpfer*innen, die in jedem der 16 Bundesländer an einer kanusportlichen Veranstaltung teilnahmen, wurden ausgezeichnet.

   

 

 


 

 


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