15. Juni 2022

Sicherheit geht vor!

Foto: Andy Klotz, Starboard Germany

Auch beim Stand Up Paddling kommt durch Leichtsinn oder unterschätzte Risiken  zu tragischen Unfällen. Bitte helft mit weitere Unfälle zu vermeiden, indem ihr selbst die Vorkehrungen für mehr Sicherheit beim Paddeln beachtet, gegenüber anderen als gutes Beispiel voran geht und auch andere auf Gefahren und Risiken hinweist. 

12 Goldene SUP-Regeln für richtiges Verhalten, Sicherheit und für SUPen im Einklang mit der Natur

 

1. Lerne Stand Up Paddling beim Experten

Die Basis für dein Paddelvergnügen lernst du am besten von einem Experten - von allen Facetten des Sports über effektive Paddeltechnik bis hin zu Sicherheit und Tricks.
 

2. Paddle nur dort, wo es erlaubt ist

Informiere dich, wo du paddeln darfst und welche Gebiete etwa zum Natur- und Umweltschutz zeitlich und räumlich gesperrt sind. Paddel aufmerksam, behalte deine Umgebung und das Wetter im Blick. Im Zweifelsfall bleib an Land und vermeide so Gefahr für Dich und Deine möglichen Retter.
 

   

3. Beachte die Regeln auf dem Wasser

Beachte andere Wassersportler (Kanuten, Ruderer, Segler etc.). Halte immer ausreichend Abstand zu anderen Stand-Up-Paddlern (2m), Wasserfahrzeugen und Personen (50m). Grundsätzlich gilt: rechts fahren, Berufsschifffahrt hat immer Vorrang, Hafeneinfahrten und Landestellen für Fahrgastschiffe sind freizuhalten.
Kennzeichne dein SUP-Boards mit Namen, Anschrift und Mobilrufnummer des Eigentümers.
 

4. Trage die richtige Kleidung

Richtige Bekleidung ist ein Sicherheitsfaktor! Passe deine Kleidung der Wassertemperatur – und nicht der Lufttemperatur - an. Sorge je nach Beschaffenheit des Gewässers und dem Wetter für ausreichend wärmende Bekleidung (Trockenanzug oder Neopren). Schütze Dich vor der Sonne mit einer Kopfbedeckung und ausreichend Sonnenschutzmittel. Dann ist Paddeln das ganze Jahr über möglich.
 

5. Sicherheit für dich und andere

Benutze die richtige Sicherheitsausrüstung, um auf jedem Gewässer sicher unterwegs zu sein. Leash, Restube oder eine Schwimmhilfe (PFD) ermöglichen jederzeit Auftrieb. Je nach Spot gilt ab 300m vom Ufer Schwimmhilfen(PFD)-Pflicht, z.B. am Bodensee. In der Dämmerung und bei Nacht muss das SUP-Board für andere sichtbar sein. Setze dafür ein weißes Rundumlicht.
 

6. Kenne deine Grenzen

Sicherheit geht vor Abenteuerlust. Schätze deine persönliche Fähigkeit und dein Können richtig ein.
 

   

7.  Plane deine Tour

Mache vor jeder SUP-Tour eine Tourenplanung. Checke dafür Wetter, Temperaturen, deine Ausrüstung und die geplante Strecke.
 

8. Leiste deinen Beitrag zum Umweltschutz

Trage mit deinem Verhalten auf und neben dem Wasser dazu bei, die Umwelt und Mitmenschen zu schützen sowie den ökologischen Fußabdruck gering zu halten. Halte zu Wasserpflanzen wie Schilfs, Binsen und Seerosen mindestens einen Abstand von 25m ein. Belasse die Natur in ihrem Ursprung: Halte Deine einmaligen Erlebnisse in der Natur gerne auf Fotos fest. Meide schlammige oder seichte Stellen in Ufernähe, denn durch das Abtragen, Aufwühlen oder Auftreten zerstörst Du den wertvollen Lebensraum von Pflanzen und Tieren. Nutze vorhandene Ab- und Anlegestellen, sowie befestigte Stege.
 

9. Vermeide Müll

Achte auf die Vermeidung von Müll und entsorge ihn in die dafür vorgesehenen Behältnisse vor Ort oder bei Dir zu Hause. Im Wasser oder in Ufernähe schwimmender Müll freut sich über Deine Aufmerksamkeit - sammle ihn ein! Nutze dafür den „MUSS-Beutel“ (Müll-und-Unrat-Sammel-Sack) des DKV und die Gewässer werden es Dir danken.

 

10. Pflege dein SUP Equipment

Mit regelmäßiger Pflege und Lagerung kannst du Board, Paddel und Zubehör länger nutzen.
 

   

11. Paddel für eine bessere Gesundheit

Verbessere deine Fitness durch Paddeln – am besten mit Freunden oder in der Gruppe.
 

12. Vorbild sein

Sei ein echter SUP-Fan und nehme Dir die Regeln zu Herzen. Kommuniziere und kläre auf, falls Dein SUP-Revier unangemessen behandelt wird. Stand-Up-Paddling ist ein junger Sport und erfreut sich zunehmender Begeisterung auf unseren Gewässern. Respektiert andere Wassersportler, gebt acht aufeinander und beharrt nicht unbedingt auf euer Recht, sondern gebt anderen die Chance, es besser zu machen.
 

 

 


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