04.04.2019 | DKV

Deutscher Kanutag vom 4. bis 7. April 2019 in Saarbrücken

Wenn am 6. April 2019 zum Deutschen Kanutag in Saarbrücken das höchste Gremium des Deutschen Kanu-Verbandes zusammenkommt, sollen endgültig die Weichen für die nächsten sechs Jahre gestellt werden.
Schloss Saarbrücken

Das Projekt #DKV2025 wird dann den Delegierten der Landes-Kanu-Verbände vorgestellt und erste Schritte der Umsetzung verabschiedet werden. Anderthalb Jahre lang waren fünf Arbeitsgruppen tätig, um in den unterschiedlichsten Bereichen Zukunftsprogramme und Strategien für einen modernen DKV zu entwickeln.
„Es war wirklich eine große Herausforderung, so viele unterschiedliche Wünsche und strategische Pläne unter einen Hut zu bringen“, meint DKV-Präsident Thomas Konietzko vor der Tagung. „Man muss sich vorstellen, dass ein Verband wie unserer ein Abbild der Gesellschaft darstellt und wir daher in den verschiedensten Bereichen weiter denken müssen. Von der Öffentlichkeitsarbeit über Ausbildung, Sportstättensicherung, die Entwicklung des Ehrenamtes, Mitgliedschaftsmodelle und unseren Freizeit- und Leistungssport haben wir uns allen Bereichen angenommen und wollen nun den Ausbau der Digitalisierung, die Verbesserung der internen Kommunikation und der Ausbildung sowie die Sicherung der Sportstätten auf den Weg bringen.“

Anpassung der Mitgliedschaftsbeiträge
Dass solche Projekte Geld kosten und auch der Haushalt des Verbandes auf-grund von Preis- und Kostensteigerungen auf dem Prüfstein stand, unterstreicht Vizepräsident Finanzen und Inneres Peter Ludwig: „Es ist notwendig, dass wir den DKV perspektivisch finanziell solide und handlungsfähig machen. Der Blick auf die Steigerungen des Verbraucherindexes und der Personalausgaben bei gleichbleibender Personalstärke durch vorgegebene Tariferhöhungen um 22,7% in den letzten acht Jahren macht deutlich, dass wir sogar mit sparsamer Haushaltsführung unsere umfangreichen Leistungen reduzieren müssten. Wir haben daher einen Vorschlag zur Anpassung der Mitgliedschaftsbeiträge erarbeitet und in den unterschiedlichsten Gremien bereits diskutiert.“
Damit wird mit dem Antrag der Anpassung der Mitgliedsbeiträge an den Deutschen Kanutag über ein rich-tungsweisendes Thema des Verbandes am Samstagnachmittag abgestimmt.

Vizepräsidenten stellen sich zur Wahl
Kein Kanutag, bei dem nicht auch über Ämter im Präsidium abgestimmt wird: Nachdem beim Kanutag vor zwei Jahren in Essen Präsident Thomas Konietzko für vier Jahre wiedergewählt wurde, stellen sich in Saarbrücken die zwei Vizepräsidenten Isa Winter-Brand (Freizeitsport) und Peter Ludwig (Finanzen und Inneres) zur Wiederwahl. Darüber hinaus soll Berit Müller, die bei der Vollversammlung der Kanujugend am 23. Februar in Augsburg zur 1. Vorsitzenden gewählt wurde, im Amt der Vizepräsidentin bestätigt werden. Berit Müller soll damit Tim Neupert, der nach einer vierjährigen Amtszeit aus persönlichen Gründen zurücktrat, als Vizepräsidentin Jugend ablösen. Damit begrüßt auch die Kanujugend die erste Frau auf höchster Führungsebene.

Ehre, wem Ehre gebührt
Abschluss des Kanutages am Samstagabend wird der „Festabend der Kanuten" im Schloss Saarbrücken sein. Neben den Ehrungen verdienter Kanuten mit der goldenen Ehrennadel steht in diesem Jahr die Würdigung des Doppelsieges der Deutschen Kanu-Polo-Nationalmannschaft im Fokus. Sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft durfte sich bei den World Games 2017 in Breslau nach unvergesslichen Wettkämpfen über die Goldmedaille freuen. Außerdem wird Filmemacher Olaf Obsommer für seine jüngsten Projekte, den Kajaktouren nach Indien und Island, mit dem DKV-Medienpreis ausgezeichnet werden.

Der nächste Kanutag wird im Frühjahr 2021 in Hessen stattfinden.

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