21.11.2019 | DKV

Verbandsausschuss in Duisburg – Einfach – Nachhaltig – Effektiv

Am 16. November 2019 konnte DKV-Präsident Thomas Konietzko (Wolfen) den Verbandsausschuss des Deutschen Kanu-Verbandes in Duisburg erstmalig in einem neuen Format eröffnen.
Verbandsausschuss in Duisburg

Ab diesem Jahr findet die Tagung des Verbandsausschusses im Herbst als reine Arbeitstagung ohne Rahmenprogramm und Festivitäten ausgerichtet vom Bundesverband statt. Dadurch entfällt die aufwendige Organisation durch die Landes-Kanu-Verbände. “Einfach, nachhaltig, effektiv soll dieses Format unserer Gremientagung sein“, so Konietzko. „Die Nachhaltigkeit ist schon seit Längerem ein wichtiges Thema, gerade für uns Kanuten. Deswegen wollen wir dieses Prinzip nicht nur auf dem Wasser, sondern auch in unserer Verbandsarbeit wirklich leben.“
Verantwortung erkennen und leben!

Über soziale, aber auch ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit hat der Kanuverband in den letzten Monaten oftmals diskutiert und zur Tagung in Duisburg ein strategisches Konzept vorgestellt, wie er sich der Verantwortung stellen will. Durch den verabschiedeten 10-Punkte-Plan zur Nachhaltigkeit im Kanusport soll das Verständnis zum Maßhalten, zur Selbstdisziplin und zur Selbstbeschränkung geschärft werden. „Seit Langem setzt sich unser Verband mit vielen verschiedenen Aktivitäten und Maßnahmen für einen sensiblen Umgang mit unserem Sportraum Natur und eine nachhaltige Ausübung des Kanusports ein“, erklärte Konietzko. „Die aktuellen Diskussionen zum Klimaschutz machen uns noch sensibler für dieses Thema. Wir wollen uns auch weiterhin als Verband dieser Diskussion stellen. Deshalb ist uns dieses Thema wichtig – auch, um die Zukunft unseres Sports zu gestalten.“

Vizepräsidentin Isa Winter-Brand (Wörth a.M.) unterstrich mit der Initiative des Freizeitsports zur Einrichtung eines Umweltfonds die Rolle des Verbandes, nachhaltige Themen noch mehr in den Fokus zu rücken. So sollen künftig aus Beitragsmitteln die Sicherung der Sportstätten, aber auch Umweltprojekte, die im Zusammenhang mit dem Kanusport stehen, gefördert werden. „Wir engagieren uns eigentlich schon seit je her für Umweltthemen im Kanusport“, so Winter-Brand. „Jetzt haben wir aber durch den Beschluss des Verbandsausschusses die Möglichkeit, Projekte viel besser planen zu können, sie umzusetzen und sie auch in die Öffentlichkeit zu tragen. Gleichzeitig wird die Durchsetzung der kanusportlichen Interessen gefestigt.“

Zustimmung des Gremiums erhielt auch der Vorschlag, die Spenden aus der freiwilligen Klimaschutzabgabe für die Renaturierung des Königsmoores in Christiansholm (Schleswig-Holstein) zu verwenden. Die Spenden werden zum Ausgleich der CO2-Belastung aus den Reisetätigkeiten im Kanuverband gesammelt.  

Ulrike Schreck wird neue Vizepräsidentin

Auch personell stellte sich der DKV zum Herbst-VA neu auf. Ulrike Schreck aus Bremen wurde zur Vizepräsidentin Verbandsentwicklung berufen. Sie tritt zunächst kommissarisch die Nachfolge von Michael Schröder an, der aus gesundheitlichen Gründen seinen Abschied verkünden musste. Ulrike Schreck ist damit die dritte Frau im Präsidium, wodurch erstmals in der 105-jährigen Geschichte des Verbandes gleich viele Frauen wie Männer im Präsidium tätig sind. Mit der Berufung zur Vizepräsidentin trat Schreck gleichermaßen von der Leitung des Ressorts Kanu-Drachenboot zurück. Thomas Konietzko freute sich aber, mit Jens Kroll (Hannover) direkt einen Nachfolger für dieses Amt berufen zu können. 

Darüber hinaus trat Jan Faber (Augsburg) von seinem Amt als Ressortleiter Kanu-Slalom zurück. Mit Silke Gerhardt (Berlin) wurde bereits eine Nachfolgerin gefunden, die beim Verbandsauschuss von Konietzko berufen wurde. Ähnlich verlief die Übergabe der Ressortleitung im Kanu-Segeln. Niklas Steimann trat zum Herbst-VA von seinem Amt zurück, konnte aber mit Emma Grigull (Preetz) eine Nachfolgerin vorstellen, die ebenso durch den Präsidenten berufen wurde. Zudem wurde auch Kilian Wucherpfennig (Hannover) für das neu geschaffene Amt des Good-Governance-Beauftragten berufen.

Beim Blick in die Runde des Ausschusses aus Landesverbands-Präsidenten, dem DKV-Präsidium und Ressortleitern durfte Konietzko noch weitere neue Gesichter begrüßen. Mit Jan Reger war erstmals seit der Gründung des Ressorts Kanu-Marathon beim Kanutag im April in Saarbrücken der Ressortleiter bei einem Verbandsausschuss. Mit Elena Gilles (Hanau), die seit 2007 Kanu-Polo spielt und seit 2013 Mannschaftsführerin der Nationalmannschaft ist, war auch erstmals eine Athletensprecherin im Verbandsausschuss anwesend.

Kommunikationsschwerpunkt Social Media

Da die Teilnehmer des Herbst-VA traditionell mehrere strategische Schwerpunktthemen behandeln, lud das Präsidium die Social-Media-Expertin Nicola Kiermeier (Heidelberg) für ein Impulsreferat zur künftigen Ausrichtung des Verbandes für seine Kommunikationsstrategie ein. Kiermeier stellte einige Chancen vor, wie die moderne Arbeit eines Sportverbandes aussehen kann, auf welchen Plattformen man in welcher Weise aktiv sein sollte und welche Zielgruppen wie zu bedienen sind. Thomas Konietzko, seines Zeichens schon aktiver Netzwerker auf Facebook, sah ebenso die zahlreichen Möglichkeiten, um über soziale Netzwerke noch näher an die Mitglieder „heranzurücken“ oder neue Kanu-Interessierte zu gewinnen: „Wir fangen zum Glück nicht bei Null an, sind schon lange für den Kanu-Sport aktiv und haben einige tolle Kampagnen gefahren. Jetzt gilt es für uns, den nächsten Schritt zu gehen und sich mehr Gedanken darüber zu machen, welche personellen und finanziellen Ressourcen wir für diese Arbeit zur Verfügung stellen wollen.“

Der nächste Verbandsausschuss findet am 18. April 2020 in Leipzig statt.

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