30.09.2016 | Kanu-Freizeit

Das war der XI.te 1000seen Marathon

Mecklenburgische Kleinseenplatte – Diemitz - Fleether Mühle - Wustrow - Priepert - Strasen - Canow

Bei allerbestem Paddelwetter ging am letzten Wochenende die beeindruckende Zahl von 410 Booten beim XI. 1000seen-Marathon an den Start. Auf dem Marathon-Rundkurs wurden bis zu 22 Seen zumindest gestreift, vier Umtragen - davon alternativ zwei Schleusen - überwunden sowie etliche Fließe und zwei Wasserstraßen befahren.

Der Start erfolgte abhängig von den Distanzen im Großen Peetzsee in drei Etappen - zuvor sollte jeder Teilnehmer darauf geachtet haben, seine Startnummer am Startfloß gezeigt zu haben - jeweils als Sammelstart. Eine ganz eigene, beeindruckende Atmosphäre!

Voran die 13 Fahrer/11 Boote der Langstrecke (63 km), sie hatten beide Einzelstrecken nacheinander zu   absolvieren. Danach „wühlten“ bzw. fuhren die reichlich mehr als 100 Boote der Marathondistanz los; und gegen halb zehn mit einem Teilnehmerfeld von über 200 Booten (> 300 Paddler!) wurde der Halbmarathon (21 km) begonnen.

Nach der ersten Umtragestelle in der Oberbek an der Fleether Mühle mit vielen fleißigen Helfern zogen sich dann die Felder ab dem Rätzsee auseinander.

Da es sich um eine breitensportliche Veranstaltung handelt, und dies auch so gewollt ist, liegen die späteren Ankunftszeiten beim Marathon dann auch so zwischen etwa vier und fast zehn Stunden. In dieser Zeit hatte man noch eine zweite, längere Umtragestelle bei Wustrow zu überwinden (mit fleißigen Helfern des Veranstalters oder per gegenseitiger oder Bootswagenhilfe) und anschließend die schmale Schwaanhavel mit möglichen Treidel- oder Tragestrecken sowie niedrigen über dem Wasser oder flach unter dem Wasser befindlichen Bäumen und Sträuchern. Später sorgten noch zwei Schleusen (Strasen und Canow), die auch per Helfer tragemäßig überwunden werden dürfen, für Abwechslung. Denn das ruhige, sonnige Wetter, man nennt es auch ideale Bedingungen, tat es nicht.

Manch einer machte auch Rast beim örtlichen Fischer oder anderweitiger Möglichkeit.

Die gesamt über 500 Teilnehmer fuhren im klassischen 1-er oder Zweierkajak aller Bauweisen, freilich im 1-er oder 2-er Rennboot oder mit dem Surfski, in einer gesonderten Holzbootklasse, im Canadier als Einer bis zum 5-er Canadier oder im Outrigger (hier die 21 km - Strecke mit nur einmal umtragen). Selbst ein Drachenboot mit elf Personen Besatzung nahm die Umtragestelle locker und bewältigte die 21 km Distanz. Dort an den Umtragen hatten es die Boards (SUP), die auch eine eigene Klasse bildeten, wiederum leichter - ob dies auch für den SUP-Teilnehmer auf der Marathonstrecke so war, ist dem Autor nicht überliefert. Beachtlich jedoch ohne Frage!

Der jüngste Teilnehmer war übrigens zwei Jahre (im 3-er Canadier), die drei Ältesten je über 80. Auch hier die Hochachtung!

Desgleichen kamen Teilnehmer aus Polen, aus Skandinavien sowie aus den Alpenanrainerstaaten. Offensichtlich spricht sich die besondere Atmosphäre dieser Veranstaltung herum.

Wer nicht mit paddeln wollte wurde tagsüber, und hier insbesondere die Kleinen, mit Bootsbasteleien und dem Wichtelton perfekt betreut. Abends gab es Bilder aus Norwegen von Jörg Knorr oder Fotos des Tages auf Großleinwand zu sehen, dazu  Live-Musik. Abgerundet wurde das perfekte Wochenende durch 6-er Outriggerwettkämpfe gegeneinander und gegen den Veranstalter mit vielen Lustigkeiten sowie der großen Tombola am Sonntagmorgen. Bei dieser können auf die Startnummer hin, und manches mal sehr unkonventionell, kanuspezifische Preise gewonnen werden, die die Ausstellenden sowie der DKV sponsorten.

Mit als Starter dabei waren übrigens auch der LKV-Präsident des Landes-Kanu-Verbandes Sachsen-Anhalt (auf der Langstrecke ! von 63 km im K1) und gleichzeitig DKV-Referent Großgewässer sowie die DKV-Referenten Parakanu auf der 21 km Distanz sowie der Referent Kanu-Touring auf dem 42er-Marathon.

Erstmals gab es in diesem Jahr auch eine offizielle Kooperation mit dem DKV, welches auf ohrenscheinlich gute Resonanz bei den Teilnehmern stieß. Es ist aufgrund dessen vorgesehen, diese fortzuführen.

Veranstalter waren BiberTours mit seinem Campingplatz und Kanuverleih auf der Mecklenburgischen Seenplatte bei Mirow / Diemitz Schleuse. Die Aufnahme der Veranstaltung ins DKV-Sportprogramm ist geplant.

Infos bei: www.1000seen-marathon.com

Text/Foto: Th. Reschke, Referent Kanu-Touring DKV

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