03.09.2021 | Familiensport

Nachhaltiger Paddelspaß bei der Rallye Kanu–Natur

Gewinnerfamilie kommt aus Tübingen
© Haus der Natur

Mit Rücksichtnahme auf die Natur und die eigene Sicherheit eine einzigartige Paddeltour erleben – das war das Ziel der vom Naturschutzzentrum Obere Donau, dem Kanuverband Baden-Württemberg und dem Bundesverband Kanu organisierten Rallye Kanu-Natur. Bei idealem Paddelwetter und passendem Pegel nahmen rund 80 Kanuten die Gelegenheit wahr, ihre Bootsfahrt mit spannenden Aufgaben rund um die Themen Natur und Sicherheit beim Kanufahren zu ergänzen.

 

Von einer Fahrgeschicklichkeitsübung über das Suchen versteckter Tiere bis hin zu einer kreativen Schreibaufgabe war für alle etwas dabei. An einem Stand des Kanuverbandes Baden-Württemberg konnten Teilnehmende eindrücklich erleben, dass das Thema Sicherheit beim Kanufahren oft unterschätzt wird. Mit einem Modell wurde veranschaulicht, welch gefährliche Strömungen an Wehren entstehen können. In Dietfurt drehte sich dagegen alles rund um die Natur. Das Ökomobil des Regierungspräsidiums Tübingen gab faszinierende Einblicke in das Leben im und am Fluss. Da wurde emsig gebastelt, geforscht und gestaunt.

 

Ute Raddatz, Leiterin des Naturschutzzentrums Obere Donau, freut sich, dass die Rallye bei den Teilnehmern gut ankam. „Es war eine Freude zu sehen, mit wie viel Begeisterung die Familien bei der Sache waren“. Und auch das rücksichtsvolle Verhalten auf dem Fluss wurde offensichtlich verinnerlicht: „Unsere Ranger hatten wenig zu beanstanden. Bis auf eine nicht an der Rallye teilnehmende Bootsbesatzung, die eher auf Party aus war, haben sich alle vorbildlich an die geltenden Regelungen gehalten“, so Raddatz weiter.

 

Denn damit die herrliche Natur im Donautal auch in Zukunft genossen werden kann, bestehen für das Kanufahren im Donautal verschiedene Befahrungsregeln. Teilnehmer der Rallye konnten auf unterhaltsame Weise erleben, was den Lebensraum im Donautal so besonders macht und warum es solche Regeln braucht. Die Rallye Kanu-Natur wurde als Teil der gemeinsamen Kampagne „Willkommen in der Heimat Natur“ des Naturschutzzentrums Obere Donau und der Donaubergland Tourismus GmbH durchgeführt, die für einen nachhaltigen Naturgenuss sensibilisiert.

 

Einen glücklichen Gewinner der Rallye gibt es auch: eine Familie aus dem Raum Tübingen darf sich über den Gewinn einer ökologisch geführten Kanutour für 8 Personen freuen. Gesponsert wurde diese vom Bundesverband Kanu und dem Kanuverband Baden-Württemberg.

 

Text: Naturschutzzentrum Obere Donau

Amalienfelsen: Sage von der unglücklichen Amalie, die hier in den Tod stürzte © Antje Schnellbächer-Bühler
© Antje Schnellbächer-Bühler
Am Wehrmodell zeigen Spielzeugfiguren, welche gefährlichen Strömungen an Wehren entstehen, © Peter Ludwig, KVBW

Ausfahrt mit der Gewinnerfamilie

Am Mittwoch, den 18. August konnten wir Familie Ziegler aus Tübingen erneut im Donautal begrüßen. Trotz nicht ganz sommerlicher Temperaturen waren alle sechs, Mutter, Vater, Opa, Tante und die beiden Jungs voller Vorfreude. Ines Kießling vom Donautal-Kanuverleih und Antje Schnellbächer-Bühler vom Kanuverband Baden-Württemberg begleiteten die Familie auf der Donautour von Gutenstein bis Sigmaringen. Sie erlebten die ihnen schon bekannte Donaustrecke aus einem neuen Blickwinkel. Die erfahrene Erlebnispädagogin und Kanuguide Ines gab wertvolle Tipps zur Kanadier-Paddeltechnik und Bootsbeherrschung. Biologin Antje erzählte zu Pflanzen und Tieren entlang der Donau und der Einzigartigkeit der Landschaft im oberen Donautal. Vor allem Biberspuren aber auch zahlreiche Zwergtaucher und Bläßhühner waren zu entdecken. Sie erklärte, warum manche Einschränkungen im Natursport einfach nötig sind, damit der Mensch nicht zur übermäßigen Belastung der Natur wird. Besonders großen Spaß hatten die beiden Jungs an der Bootsrutsche in Laiz, der sie auf der gesamten Fahrt entgegenfieberten. Viel zu schnell kam Sigmaringen in Sicht und damit das Ende der Fahrt. Es war bestimmt nicht die letzte Paddeltour der Familie, die in Tübingen selbst Wassersport betreibt und mit SUP und Stocherkahn unterwegs ist.

 

Text: Antje Schnellbächer-Bühler

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