30.10.2019 | Erlebnisfahrten

Nebel-Oder-Fahrt - Im Bann einer bezaubernden Natur

Die Oder zählt zweifellos zu den eher stillen Flusslandschaften. Wohl auch gerade deshalb erfreut sie sich bei Wanderpaddlern so großer Beliebtheit. Am kommenden Wochenende sind bei der 44. Nebel-Oder-Fahrt wieder rund 40 Paddler von Guben über Eisenhüttenstadt bis nach Hohenwutzen auf der Oder unterwegs.
© Peter Groß

Ihren Namen trägt die Fahrt nicht zu Unrecht, denn es passiert nicht selten, dass sich die idyllische Oder vor allem morgens in ein Nebelgewand hüllt. In diesem Jahr werden die Teilnehmer der von der SG Aufbau Eisenhüttenstadt organisierten Fahrt vor dem Start der eigentlichen Tour am morgigen Donnerstag ein Werk von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, einem der größten Stahlhersteller der Welt, besichtigen.

Am Freitag startet dann in Guben die erste Paddeletappe. Auf der Neiße geht es bis zur Mündung in die Oder in Ratzdorf. Nach einer Mittagspause wird auf der Oder bis Eisenhüttenstadt weiter gepaddelt.
Am Samstagmorgen führt dann die zweite Etappe von Eisenhüttenstadt nach Bleyen. Der Fluss bietet den Naturliebhabern unter den Paddlern die Aussicht auf eine artenreiche Tierwelt: Mit etwas Glück lassen sich z. B. Gänsesäger auf den Buhnen, Fischadler, Eisvögel, Kraniche, Graureiher sowie Silberreiher, Weißstörche und auch Schwarzstörche beobachten, auch so mancher Seeadler lässt sich blicken. Die Fahrt führt zunächst vorbei an den „Lossower Bergen“ nach Frankfurt, wo die Alte Oder mit der Halbinsel Ziegenwerder, ein beliebtes Naherholungsgebiet der Frankfurter, passiert wird. Von Frankfurt geht es vorbei am bewaldeten Ufer auf der polnischen Seite nach Lebus. Dort wartet bei Kilometer 594 im Anglerheim am Fahrgastschiffanleger das Mittagessen. Rund ein Dutzend Kilometer weiter erheben sich die Ruinen der Festung Küstrin aus dem Gelände. Kurz bevor auf polnischer Seite die Warthe in die Oder mündet, ist auf deutscher Seite das Tagesziel Bleyen erreicht, wo die Gaststätte „Zum Wagenrad“ die Paddler zum Abendessen empfängt.
Am nächsten Morgen geht es zeitig weiter durch die pralle Natur der Oder-Landschaft, vorbei an dem an einem Altarm der Oder gelegenen Naturerlebnishof „Uferloos“ bei Letschin, einer kleinen Oase fernab von jeglichem Stadtgetümmel mit ausgefallenen Übernachtungsmöglichkeiten in Jurten oder ausgebauten Zirkuswagen. Zur Mittagsrast lädt da, wo sich „Fuchs und Storch Gute Nacht sagen“, beim Oder-Kilometer 651 das auf dem Deich gelegene Gasthaus „Zollbrücke“ ein. Nach weiteren zehn Kilometern erreichen die Paddler den Zielort Hohenwutzen, wo an der Ausstiegsstelle bei der Gaststätte „Fuchsbau“ die Tour endet.
Teilnehmer der Fahrt im vergangenen Jahr sprachen übrigens in höchsten Tönen vom Erlebnis Nebel-Oder-Fahrt.

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