09.07.2019 | Erlebnisfahrten

Elbepaddler trotzen Dauer-Gegenwind auf den ersten Etappen

Seit Sonntag paddeln die Teilnehmer der 25. Internationalen Elbefahrt von Schmilka an der Grenze zu Tschechien aus ihrem Ziel in Hamburg entgegen. Und von Beginn an sehen sie sich mit einem treuen Begleiter konfrontiert – einem hartnäckigen Gegenwind aus Nordwest.
Ankunft nach der gestrigen Etappe beim Coswiger Kanu-Verein

So wurde gleich die 1. Etappe zu einer Kraft- und Konditionsprobe: Über die 44 Kilometer bis zum Verein Kanusport Dresden mussten die Elbepaddler von kurzen Passagen abgesehen nahezu die komplette Strecke gegen Wind und Wellen ankämpfen. So waren alle froh, als sie – wenn auch später als gedacht – das Ziel in Dresden-Tolkewitz erreichten. Wolfgang Jähne, langjähriger Fahrtenleiter für den sächsischen Teilabschnitt, bemerkte, es habe mit Wind und Regen in der Vergangenheit zwar schon die eine oder andere noch schwierigere Auftaktetappe gegeben, die diesjährige aber gehöre zweifellos mit zu den härtesten. Dies hielt rund 30 Elbefahrt-Teilnehmer allerdings nicht davon ab, am Abend mit Einbruch der Dämmerung nochmals ins Boot zu steigen und bei einer Lichterfahrt durch das abendliche Dresden die sächsische Metropole mit völlig neuen Eindrücken zu erleben. Diese Idee der Fahrtenleitung um den verantwortlichen Organisator Harald Zeiler fand bei den Teilnehmern der Jubiläumsfahrt großen Anklang und konnte – begleitet durch die freundlichen Kameraden der DRK-Wasserwacht Dresden – auch wirklich genossen werden, denn pünktlich mit Eintritt der Dämmerung hatte auch der Wind aufgehört.

Die Freude darüber sollte allerdings nicht von langer Dauer sein. Am Morgen der gestrigen 2. Etappe von Dresden nach Coswig ging das Spiel wieder los und der Gegenwind sorgte streckenweise erneut dafür, dass nur unter großer Kraftanstrengung an ein spürbares Vorankommen zu denken war. Erfreulicherweise war die Etappe mit 27 Kilometern nicht annähernd so lang die vom Vortag, so dass schließlich alle Teilnehmer pünktlich das Ziel bei Coswiger Kanu-Verein erreichten. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden ließ es sich Coswigs Bürgermeister Thomas Schubert nicht nehmen, die Elbepaddler persönlich herzlich willkommen zu heißen. Er gab seiner Freude über die schöne Tradition der Fahrt Ausdruck und freute sich, dass Coswig erneut Etappenort der beliebten Tour ist. Die Stadt wolle sich künftig noch stärker als Wasserwanderplatz profilieren, dafür sei extra eine Position im Haushalt eingeplant, unterstrich Thomas Schubert. Den Paddlern gab der Bürgermeister die Hoffnung mit auf den weiteren Weg, dass der Wind auch mal von hinten und nicht nur von vorn blasen möge. Organisationschef Harald Zeiler überreichte dem Bürgermeister sowie auch dem gastgebenden Verein als Dank für ihre Gastfreundschaft ein Erinnerungsgeschenk der Jubiläumsfahrt und als Symbol für die Bemühungen der Elbepaddler für den Umweltschutz einen zu Beginn der Fahrt an die Teilnehmer ausgegebenen MUSS. Den Schutz der Umwelt hat auch der Coswiger Kanu-Verein auf seine Fahnen geschrieben, so ist z. B. beim Empfang der Elbefahrt-Teilnehmer sowie auch bei anderen Vereinsveranstaltungen auf Plastikgeschirr verzichtet worden.

Heute haben die Elbepaddler übrigens nach weiteren 33 Kilometern inzwischen Riesa erreicht, zwar wieder mit Gegenwind, aber zum Glück nicht mehr in der Stärke wie noch an den zwei Tagen zuvor.

Weitere Infos: http://www.internationale-elbefahrt.de/index.php

Text u. Foto: H.-P. Wagner

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